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Archiv: Beiträge u. Berichte über Mai
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Wochenticker Nr. 22
Beitrag Nr.: 29.05.2021      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   24. Mai 2021 - Mitteleuropäische Zeit - 10:50:38




Was fehlt noch in der sappam Bibliothek, Fachliteratur und Zeitschriften ?




Es ist wahrlich nicht sehr häufig, dass wir im Museum unsere Bibliothek in Augenschein nehmen. Doch bei unserer letzten Besichtigung mussten wir feststellen, dass in der Tat nur sehr wenige Bücher, Zeitschriften und Bedienungsanleitungen vorliegen.

Einerseits, so stellt sich nach weiterer Recherche heraus, ist auch die Anzahl von Sachbüchern zum Thema Schmalfilm, sei es zur Technik als auch zur Anwendung nicht gerade üppig. Um so mehr wäre es an der Zeit, auch hier den Bestand etwas zu erweitern oder besser gesagt zu ergänzen.

Denn auch hier scheint es so zu sein, dass die noch in den Antiquariaten vorhanden Bücher doch sehr rar geworden sind.

Was nicht verwundert, denn die meisten Sachbücher wurden in den frühen Jahren des Amateurschmalfilms geschrieben. Darin wird auf die Technik eingegangen und die angewandte Optik erklärt. Das Thema Film als Streifen mit einer lichtempfindlichen Beschichtung wird, wenn überhaupt nur sehr selten angegangen.

Obwohl der Amateurfilm erst mit der Einführung des Super 8 Filmformats so richtig unter die Leute kam, sind Anleitung zum Umgang mit den Apparaten zur Filmgestaltung oder Bearbeitung - dem Filmschnitt - nur selten veröffentlicht worden.

Es blieb in der Regel bei populären Veröffentlichungen und Büchern, die den Charakter eines Kinderbuches nicht selten vermittelten.

Natürlich war von den Autoren stets zu bedenken, dass die Leserschaft oft nur Laien sein werden, die sich sporadisch mit der Materie Filmschaffender beschäftigen und nach getaner Dreharbeit Kamera und Projektor zur Seite legen werden, bis sich eine nächste Gelegenheit ergeben wird, aktiv zu werden.

Da hatten es die Fachzeitschriften schon etwas leichter, ihr Publikum als Abonnenten zu erreichen. Denn diese waren die Interessierten, die auch oft über den Tellerrand schauten. Die sich Gedanken machten, wie ein Film erarbeitet wird, von der ersten Planung bis hin zum Filmschnitt und welche Apparate bzw. Geräte für eine private Filmproduktion einzusetzen sind.

Im Anschluss werden wir noch ein paar Zeitschriften und Büchertitel nennen, die wir als bedeutsam für eine Bibliothek halten, auch wenn wir nur eine Präsenzbibliothek führen.

Von den Zeitschriften scheinen uns die wichtigsten Hefte der frühen Jahre - zwischen 1950 und 1965 - zu sein, denn diese werden immer seltener auftauchen, was durch die mittlerweile eingetretenen Erbfolgen verständlich wird.

Daher sind wir auch auf diese Spenden angewiesen. Es wäre schön, doch noch einiges retten zu können



 


Zeitschriften / Magazine

Schmalfilm - die frühen Hefte

Charmant - alle Hefte

Kino Technik - alle Hefte

Schweizer Schmalfilm - alle Hefte

Bücher / Publikationen


Handbuch der Schmalfilmtechnik - Helmut Lange - alle Bände

Schmalfilmschule - H.C. Opfermann / alle Bände

Schmalfilm als Schulfilm - Max Tiesler

Das Schmalfilmlehrbuch - Hotschewar / Groschopp

Schmalfilm ohne Fehle - Kreyser / Ryzsard

Schmalfilm richtig vorgeführt - H. Naumann

Der Familienfilm - Gustav Zimmermann

Schmalfilm Drehbücher - Georg Basner / G.F. Münz

Die vollständige Schmalfilm-Praxis - P. Fremy

Der Schmalfilmamateur - Wain George

Schmalfilmen mit Gummilinse - Heinrich Freytag

Filme richtig - Perlen Reihe / Band 515

Schmalfilm in der Kamera - Peter Kässmodel

Lichtbild und Schmalfilm in der Schule und Volksbildung - alle Bände

Lexikon der Kinotechnik - A. R. Schulze

Gestalte und Filme - Jürgen Scheinitz

Der Filmtitel - Richard Groschopp

Kauers Foto- und Filmhandbuch - Kauer Verlag

Film Trick Trick Film - Reff Vasarhely

Kleine Amaterufilmtechnik - Backhaus / Köhler

H.C. Oppermans Film Kurs - H.C. Oppermann

Super 8 - Jürgen Lossau

Der Filmkamera Katalog - Jürgen Lossau

Filmprojektoren - Jürgen Lossau

Wir würden uns freuen, so manches Buch als Spende zu bekommen.





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Wochenticker Nr. 21
Beitrag Nr.: 24.05.2021      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   24. Mai 2021 - Mitteleuropäische Zeit - 10:50:38




Die Schmalfilmkamera, ob klassisch oder modern,
war und ist immer etwas für die Jugend.




Es gehört wohl zur Jugend, die Welt zu erobern und wenn, dann aber richtig ! Wir nennen das in deutscher Sprache Erfahren ein Wort, welches den jungen Menschen immer wieder vorgehalten wird, nämlich dann, wenn sie vor einem Problem stehen und dieses zu lösen suchen. Doch zuerst müssen sie einmal in die Welt hinaus.

Es trifft ganz genau den Sachverhalt, denn ohne Unterstützung eines älteren Menschen können die meisten unabdingbaren Aufgaben des Lebens, vor denen sich oft unverhofft junge Menschen sehen aber seltenst ohne Anleitung von Ältern mit Erfahrung kaum zufriedenstellend gelöst werden.

Nicht von ungefähr gehen wir deshalb schon früh in die Schule und lassen uns Wissen vermitteln, genau jenes Wissen, welches von unseren Vorfahren bereits erlebt oder besser gesagt, gelebt, also Erfahren wurde.

Wenn auch nicht lebensnotwendig, aber schon immer reizvoll für Kinder und Jugendliche sind all die Bilder großer Meister, die schon immer bewundert wurden. Einmal gesehen kommt nicht selten der Wunsch auf zum selbstgemalten Bild. Mit der Erfindung der Fotografie geschah ähnliches, was sich in der Folge der technischen Möglichkeiten zugleich auf den Film der bewegten Bilder übertrug.

So wundert es nicht, dass die Jugendlichen und junge Familien mit einer Amateurfilm- kameras in der Hand; sehr viele Filme belichteten um sich den Wunsch, Bilder festzuhalten, zu erfüllen. Daraus entstand nach 1945 ein Trend fototechnische Geräte zu nutzen und Filme zu erstellen.

Neben den hier und da aufkommenden künstlerischen Ambitionen waren doch die meisten der Amateurfotografen am Bild mit dem eigenen Erinnerungswert interessiert, was sich ab den 1965er-Jahren zu einem Boom bei den Amateurfilmern auswuchs. Es half nebenbei so manchem Fotofreund das Große Kino mit seinen ausgezeichneten Bildpanoramen in Technicolor und Cinemascope, mit einer Amateurkamera nachzumachen.

Vielen gelang es sogar, fasziniert vom bewegten Bild, das Treiben der Welt festzuhalten. Das Fernsehen und das Große Kino halfen nebenbei so manches Sujet, wenn nicht selbst erfunden, doch erdacht nachzustellen.

Private Reiseberichte wurden neben den eigenen Familiensagas in tausendfachen Varianten gefilmt und vorgeführt. So mancher Streifen wurde zur unvergesslichen Ikone einer Familie, denn die Erinnerungen an schöne Stunden ließen sich immer wieder auffrischen. Auch wenn nicht die bekanntesten Schauspieler aus Hollywood darin einen Auftritt fanden, eine Dokumentation wurde es in den meisten Fällen allemal.

Der klassische Amateurfilm auf Zelluloid- streifen bekam ab 1980 eingeleitet durch die analoge Videotechnik ein jähes Ende. Die Fortschritte und die rasante Entwicklung in der Elektronik verdrängten die chemischen Belichtungsverfahren, die für den Film standen und mit ihr verschwanden alle bis dahin sehr erfolgreichen Film-Apparate vom Markt.

Circa 18 Jahre später stellte man auch die Produktion des Filmmaterials ein, mangels Nachfrage.

Die sogenannte analoge Videotechnik, die dem Amateur zur ersten Stunde an die Hand gegeben wurde, überlebte in der reinen Form, die mit einem Magnetband als Speicher- medium arbeitete, auch nicht sehr lange. Sie wurde von der digitalen Videotechnik eingeholt und restlos nach nur ein paar Jahren verdrängt.

 


Seither sind es die Bits und Bytes, die unsere Bilderflut ermöglichen und diese nun auf kleinstem Raum, den sogenannten Flash-Speichern, festgehalten wird. Speicher- medien die nicht einmal so groß sind wie eine Münze, nur diesmal rechteckig.

Früher hatte man das Problem, selbst gedrehte Filme mussten zur Entwicklung per Postversand verschickt werden. Nach 14 Tagen bekam man den Film dann entwickelt wieder und war erst jetzt in der Lage, das Ergebnis zu beurteilen. Ganz anders heute. Der Film wird gedreht, das Ergebnis liegt sofort nach Beendigung der Aufnahme vor.

Eine Beurteilung über das Aufgenommene ist umgehend möglich, auch wenn der Amateur nur über einen kleinen Monitor an seinem Apparat verfügt. Doch es lässt ihm die freie Entscheidung, die Filmszene beizube- halten oder sie zu löschen. So oder so, ein materieller Schaden entsteht dadurch nicht schon gar nicht, wenn die Längen der digitalen Szenen in HD-Qualität sogar über 45 Minuten hinaus möglich sind.

Das früher der Film in mühseliger Kleinarbeit nachgearbeitet werden musste, um eine erträgliche Vorführung verantworten zu können, so wird dies heute kaum mehr durchgeführt. Die Menge an Filmmaterial ist derartig angewachsen, dass eine Vorführung am Bildschirm höchstens einmal, wenn überhaupt angesehen wird.

Wieso auch, denn alle Beteiligten am Drehort auf einer Reise sind im Besitz einer Filmkamera eingebaut im Smartphone. Alle machen zwar aus unterschiedlichen Blickwinkeln einen Film, doch ein zusammengefasster Filmschnitt mit einem Video-Schnittprogramm auf dem PC oder einem Notebook wird selten gemacht.

Fazit: Mit der Handlung als solcher nämlich gefilmt zu haben, hat sich die Sache im Allg. schon erledigt. Sie wird schnell ein Opfer des Vergessens, auch wenn jede Aufnahme- sequenz mit einem Zeitcode versehen, ja sogar durch GPS ortsbestimmt wird.

Allerdings dürfen wir hier nicht die Modeerscheinung von heute dem semi- professionelles Youtube-Video mit dem amateurhaften Filmen von maximal 4 Minuten aus dem Jahr 1970 mit einem Super 8 Kassettenfilm verwechseln. Dieses Filmmaterial ließ es schon aus Kostengründen kaum zu, die Selbst- darstellung um jeden Preis durchzusetzen, geschweige einer Öffentlichkeit vorzuführen.

Und doch bestand zweifellos immer ein wenig der Wunsch, bei jeder Einstellung mit dem Film etwas Besonderes zu erhalten, wenn nicht das eigene Bild, dann doch das der sich gegebenen Szene am Standort.

Es sind auch heute mehrheitlich die Jugendlichen, die mit dem Smartphone in Gedanken versunken die Straßen bevölkern oder aufmerksam die Umgebung filmen. In wieweit sich dieses Verhalten in Zukunft durchsetzten wird, ist noch nicht entschie- den. Doch eine Prognose kann durchaus heute schon gestellt werden. Ob Amateur-Videos in der Cloud landen oder auf einer Festplatte erhalten bleiben, das Sortieren und die Katalogisierung dieser Dateien wird es nur in den seltensten Fällen geben.

Diese Aussage lässt sich so begründen, weil der Zeitaufwand zur im wahrsten Sinne des Wortes fälligen Revision kaum zu erbringen sein wird. Auch werden im hohen Alter der heute lebenden Jugendlichen voraussicht- lich noch komplexeren Medien die Welt überspannen und deshalb diese heutige Film-Materialflut kaum mehr als kultur- historisch wertvoll einzustufen sein.

Wer allerdings noch ein Testament zu den selbstgedrehten Video-Filmen verfasst, dem sei schon hier und heute ein würdiges Denkmal aufgestellt.






UN     




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Wochenticker Nr. 20
Beitrag Nr.: 14.05.2021      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   14. Mai 2021 - Mitteleuropäische Zeit - 08:30:39




Die Sache mit den Bücherschränken, Musik- und Filmarchiven.
Ist es eine Ansichtssache ?



In letzter Zeit ist immer häufiger das private Umfeld in den Social Media Kanäle einzusehen, das uns wichtige oder weniger wichtige Personen über die öffentlichen Medien wie Fernsehen, Youtube oder andere Portale im Internet zukommen lassen.

Auch wenn der stillstehende Bildausschnitt einer solchen Übertragung sehr begrenzt ist, so macht es die Technik möglich - selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen - den räumlichen Hintergrund und somit den Privatbereich des Teilnehmers nicht nur einzusehen, nein, auch zu kommentieren.

Das Homeoffice wird wohl für die Öffnung des privaten Bereichs im letzten Jahr maßgeblich beigetragen haben, denn noch vor 18 Monaten (Ende 2019) wurden viele Kontakte dieser Art nur aus dem Geschäftsbereich, sprich dem Büro der Teilnehmer durchgeführt und weniger aus dem privaten Umfeld heraus gesendet.

Die Büroarbeit, wenn Sie dann in eine Videokonferenz überging, zeigte den Beteiligten in der Regel einen aufgeräumten Raumhintergrund, wo ein recht großer Aktenordnerschrank oder Sideboard mit einer etwas dekorativen Standuhr, einem Familienfoto und womöglich noch einer gut betreuten Pflanze zu sehen war.

Entfiel so ein monoton wirkender Aktenordnerschrank im Hintergrund, so hing meist ein großes plakatartiges Bild an der Wand, dass, wenn es nicht gerade für viel Geld ersteigert wurde, doch den Teilnehmer in die gehobene Position des Weltgeschehens versetzten soll.

Ganz anders heute: Der Bücherschrank verdrängt den profanen Aktenschrank und als aufmerksamer Einsichtnehmender in diese privat gestaltete Welt, fragt man sich: Was liest man den da ? Gut, oft sind es breite Bücherrücken mit prangenden Lettern zu diversen Themen. Das können Reiseberichte oder Bildbände sein. Manchmal sind auch ganze Bücherreihen mit einheitlichem Rücken eines Verlages präzise aufgestellt. Es wird anerkannte Literatur gerne gelesen.

Literaturklassiker oder Bestseller dürften dabei nicht fehlen. Und wenn in einem der länglichen Schrankfächer noch Platz ist, so finden wir dort nicht selten einen Bilderrahmen, der dekorativ mit einem sichtbaren Familienglück die Lücke füllt. Vielleicht aber auch nur ein Souvenir von der letzten Auslandsreise.

Doch auffällig ist es, dass Bücherregale oder schwere Bücherschränke in der Mehrzahl zu sehen sind, was darauf schließen lässt und sicherlich auch gewollt gezeigt werden soll, dass das Buch als Kulturgut noch immer seinen festen Platz in unserer Gesellschaft hat. Und das gilt es zu beachten !

Tonbandaufnahmen gespeichert auf Magnettonbänder und etwas später die wesentliche kleineren Musik-Kassetten (MC) wurden auch noch als geliebte Sammlung von ihren Besitzern betreut, wenngleich die ständige Wiederholung der Aufnahmen in den öffentlichen Sendern schon einiges beitrug, die Sammelwut um einiges einzuschränken. Dennoch, kleine Sammlervitrinen und Schränkchen gab es zu kaufen.


Es sind also Leute des gehobenen Bild- ungsstandes; Akademiker, Politiker oder Künstler. Zu den Letzteren gehören auch Musiker jeglicher Couleur. Dennoch Schall- plattensammlung in den Regalen oder vielleicht eine CD-ROM-Sammlung in Schatullen - ab 1975 - in einem im Hinter- grund stehenden Möbel stellen zumindest heute seltener die Teilnehmerkulisse.

Seitdem es Videotheken gibt - die im Übrigen wieder im Begriff sind zu verschwinden -, bei denen die Block-Buster des Großen Kinos auf VHS Kassetten ausgeliehen werden können, scheint sich das Sammeln alter Klassiker-Filme weitgehend erübrigt zu haben. Nur in den ersten Jahren nach dem Erscheinen - um 1975 - der Videorekorder, der es ermög- lichte TV-Sendung aufzuzeichnen, legten sich die Filmfreunde eine Sammlung seiner Lieblingsfilme zu.

Die einschlägige Industrie für Kassetten- schatullen lieferte auch prompt Sammel- boxen im Bücherrücken ähnlichen Design. So wie es schon vom Amateurfilm bekannt war, denn von den bekanntesten Streifen der 1950er- bis 1980er-Jahre, die im Großen Kino bereits liefen, gab es Kopien in stark gekürzter Fassung als Normal 8 oder Super 8 Streifen. All diese Werke aus der Filmwelt wollten in einem guten Regal sichtbar aufgestellt sein.


 


Video-Kassetten bedurften noch eines erheblichen, wenngleich eines einheitlichen Platzbedarfes und konnten, in einer Schatulle gelagert, durchaus eine schöne Schrankwand dekorieren. Unterstützt durch die manchmal recht eigenwillig bedruckten Einlagen. Ganz anders die DVDs im Video-Format bespielt, wurden ähnlich wie bei der CD-ROM diese Speicherplatten in einer Kunststoffkassette ausgeliefert, die fast quadratisch und sehr schlank ausfiel.

Natürlich fanden sich auch für Musik- und Filmdatenträger Hersteller geeigneter Sam- meleinrichtungen wie beispielsweise die durchaus beliebten CD-Kassettentürme. Jene Möbelstücke mal von Designer, mal vom Schreiner entworfene und gefertigte Gerüste, die eigenständig im Raum stehend und mal horizontal liegende wie auch verti- kal stehende CD- bzw. DVD-Kassetten aufnahmen.

Betrachtet man diese Entwicklung bei den Speichermedien, wundert es nicht, dass das Buch als der anerkannte Kulturträger noch gerne als sichtbares Exemplar seinen Besitzer charakterisieren kann. Auch wenn nicht jedes Buch in einem Bücherschrank als gelesen aufbewahrt wird.

Mit der Digitalisierung auf breiter Linie in der Welt der Musik, dem Film und der allg. Information wurden die modernen Kulturträ- ger - diese nennt man heute Festplatte oder Flash-Speicher - immer kleiner, ja miniaturi- siert. Eines ist allerdings zu vermuten, das deren Inhalte nicht an die Langlebigkeit des alt bewährten Buches heranreichen wird.

Selbst der klassische Film, der auf Zelluloidstreifen mit seinen verschiedenen chemischen Emulsionen vor Zeiten einmal belichtet und entwickelt wurde, zeigt nach annähernd 100 Jahre schon Veränderungen und Verfallserscheinungen, die die Aussage des Bildes durchaus beeinträchtigen. Wie wird es nun mit den elektronischen Speichern sein, könnte man fragen.

Dieser Frage gehen schon einige Wissen- schaftler nach. Selbst das durchaus bewähr- te Magnetband zeigt bereits Verfallser- scheinungen durch Alterung. Der Magnet- ismus lässt nach und die Streifen aus Kunststoff werden wellig. Ein Zustand, der die gespeicherten - noch analogen - Infor- mationen beeinträchtigen kann und zukünftig gesehen mehr und mehr vermindern wird.

Man könnte also trotz aller Unkenrufen zur Haltbarkeit moderner Speichermedien sagen: Dass sie nicht mehr aus der Welt zu bringen sind und mittelfristig evtl. das sogar bedrucket Papier und dieses in Buchformat abgelegt verschwinden wird.

Die ersten Anfänge auf Verzicht machen schon die einschlägigen Enzyklopädien- Verlage, die gegen die dynamisch aufge- bauten Internetplattformen wie Wikipedia kaum mehr dagegen halten können.

Beobachtet man diese Tendenzen, wird schnell klar, dass zukünftig die privat zuge- legten Media-Sammlungen sich in anderer Form präsentieren werden und wohl kaum mehr den Bücherschrank als den Hinter- grund einer Bildübertragung zu sehen sein wird.

Ja, vielleicht wird es sich überhaupt erübrigen, dass zukünftig im privaten Bereich Bücher, Musikaufnahmen und Filme gesammelt wird, wenn die Cloud als Digitalothek zu einem öffentlichen Gut wird. Vorausgesetzt, dass bei so einer Zentrali- sierung von bedeu- tenden Kultur-Werken nicht die Zensur des Staates oder anderen Organisationen - aus Politik und Religion - die Oberhand darüber bekommen.

Aber heute ist es noch üblich, den Besitz oder die Nutzungsrechte veröffentlichter Kunstwerke käuflich zu erwerben, um sich damit im privaten Umfeld zu identifizieren. Ja, damit auch ein wenig die Kultur- schaffenden zu unterstützen, wenngleich noch andere Teilnehmer im Karussell dieses Handels zweifellos ihren Nutzen haben.

Die heute schon vorhandenen Mediatheken befinden sich schon auf dem Weg, uns alles und jedes zu zeigen, wann immer wir es nur wollen. Daher müssten wohl zukünftig auch noch andere Wege geöffnet werden, über die Arbeiten von Künstler zu erfahren und diese im privaten Umfeld zu halten.

So wie wir nie gedacht hätten, dass es jemals eine Alternative zum klassischen Film gäbe, der auf einem Zelluloidstreifen eingefangen wurde, so wird es zukünftig durchaus andere Möglichkeiten der Besitz- nahme bzw. der Nutzungsrechte geben müssen, um Kunstwerke innig und in ihrer reinen Form genießen zu können.





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Wochenticker Nr. 19
Beitrag Nr.: 07.05.2021      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   07. Mai 2021 - Mitteleuropäische Zeit - 08:34:30




Wann werden alte Filme Klassiker, und gilt das auch für den Amateurfilm ?




Es sind nun schon mehr als 120 Jahre, seit dem Filme einem interessierten Publikum vorgeführt werden. Das alles hat am Ende des vorletzten Jahrhunderts begonnen, als die Gebrüder Lumiere in Frankreich einen Film mit bewegten Bildern in einem verdunkelten Raum auf einer Leinwand mit ihrem Projektor vorführten.

Damals ein Ereignis, dass rückblickend eine ganze Industrie in Gang setzte sollte. Es entstanden nicht nur Filmstudios, in denen sich Regisseure, Choreografen und Schauspieler einfanden, nein, auch eine ganze Reihe von weiteren Berufsgruppen, die sich mit der Schaffung kinematografischer Filme befassten. Tonstudios kamen zwar einige Jahrzehnte später hinzu, doch die Technik machte es möglich, Bild und Ton zu verbinden.

Die Magie des bewegten Bildes ließ die damaligen Menschen in Bewunderung für das Dargestellte und deren Kulissen förmlich verfallen, zumal es den Horizont der weltlichen Möglichkeiten fast bis ins unendliche über Nacht erweiterte.

Natürlich spielte es auch eine wesentliche Rolle, dass die Wiederholbarkeit des Kinofilms einen besonderen Reiz ausübte. So kamen viele Zuschauer in den Genuss des gleichen Ereignisses und konnte es kommentieren, beschreiben und letztlich beurteilen. Es bildete sich ein breiter Konsens oder die Ablehnung für einen Film oder seinen Inhalt schnell heraus.

Als besonderer Umstand kann gewertet werden, dass mit dem Kino die Vorführungen nicht nur einem illustren Publikum offen standen, wie es traditionell dem Theater vorbehalten war, es kam alle Gesellschaftsschichten zusammen. Ob arm oder reich, ob klein oder groß alle vernahmen das gleiche Bild auf der Leinwand und konnten sich eine eigene Meinung zum Geschehen bilden.

Das bewegte Bild übte von Anfang an auf den Menschen eine Faszination aus, die bis heute noch anhält, aber schärfte auch im Laufe der Zeit den kritischen Blick, denn nicht jeder Filmstreifen kommt dem Betrachte als gutgemachtes Werk entgegen.

Prädikate und Empfehlungen wurden ausgesprochen. Klassifizierungen in "Jugendfrei" und "nur für Erwachsene". Filme wurden zensiert und verboten. Der Kulturbetrieb "Kino", politisch immer wieder missbraucht, ja sogar als Weberplattform für allerlei Dinge verwendet seinen diese richtig oder falsch.

Es wurden Film-Preise ausgelobt wie der Oskar (Hollywood) oder den "Goldenen Bären" (Berlin). Festivals und Biennalen wurden weltweit veranstaltet, die kaum noch übersehen werden.

Auch Film-Klubs veranlassten ihre Mitglieder - meist Filmamateure - laienhafte Filme zu erstellen oder gar professionell gedrehte Streifen auf 16 mm bzw. 8 mm Material zu produzieren.

Als Schüler-ARGEs wurden Filme gedreht und nicht wenige der Beteiligten an solchen Projekten kamen in ihrem späteren Berufsleben zum Film oder Fernsehen.

Für all die unterschiedlichsten Filmkate- gorien, die sich mittlerweile herausgebildet haben, ergaben sich für Mitarbeiter auch unterschiedliche Berufsziele in einem Filmprojekt. Angefangen beim Schriftsteller, der den Stoff eines Films anbietet und ein Drehbuchautor, der den Stoff filmtechnisch aufarbeitet. Der Regisseur, der den Film mit seinem Team am Set einschließlich der Protagonisten lenkt und zusammenführt.

Der Produzent, der dafür sorgt, dass die finanziellen Dinge geregelt werden und die Schar all derer, die am Set arbeiten, wie Bühnenbildner, Beleuchter, Kameramänner oder Kamerafrauen, die Requisiteure, die Tontechniker sowie all die Assistent*innen, die im Vorspann oder Nachspann eines Fils genannt werden. Diese Personen sind wesentlicher Bestandteil eines künstlerischen Gesamtkonzepts und somit von bedeuten- der Tragweite.

 


Kaum jemand wird es mit Sicherheit sagen können, wie viele Filme es je gegeben hat, und doch gab es immer Streifen von höchst künstlerischem Wert. Sei es, weil die Choreografie des Streifens etwas Besonderes wurde, weil die Protagonisten auffällig gut ihre Rollen spielten oder weil die eingesetzte Technik beim Zuschauer Eindrücke hinterließ, die sich kaum zu überbieten waren.

Es bildeten sich Klassiker heraus, jene Filme, die nicht nur ein anspruchsvolles Publikum ansprachen, weil sie die Hintergründe der Darstellung oder die Bilder besondere Eindrücke hinterließen. Auch die Würdig- ungen blieben unvergesslich.

Nicht immer muss das Sujet überzeugen, das einem Klassiker nachgesagt wird, doch es ist die Machart der Dinge die Ansprechen und unverwechselbar bleiben. Klassiker sind nicht wiederholbar, sind eigenartig und zeigen, was das Medium Film kann, ja, sie stellen eine Kunst dar.

Leider ist der Bekanntheitsgrad der als Klassiker eingestuften Werke noch immer nicht hoch allen Kinofreunden bekannt. Was daran liegen muss, dass hier der Genuss - ganz anders als die Betrachtung eines Bildes in einer Ausstellung - einen Zeitaufwand erfordert, ähnlich wie es das Lesen eines Buches verlangt. Vielleicht aber auch noch mit einer Musikkomposition vergleichbar wäre.

Dennoch, es sind nur wenige Kataloge, die sich des Themas Film Klassiker tief greifend angenommen haben, schon deshalb, weil auch so manches Original nicht mehr vorhanden ist bzw. als verschollen gilt.

Ob es letztlich an der Art der Filmverwaltung - auch Filmverleih genannt - lieg sei vorerst einmal dahingestellt. Wenngleich es auch damit zusammenhängen könnte, dass Filmrollen in Archiven zwar gelagert werden, doch eine Einsicht ohne Inhaltskartei kaum Interesse in der Recherche findet.

Da könnte die Digitalisierungswelle einen Durchbruch ermöglichen, weil sich professionell geschulte Fachleute der Sache nachgehen und Klassiker nicht nur in den Beständen suchen, nein, auch notfalls bearbeiten, um sie heute - vielleicht digitalisiert aufbereitet - im Großen Kino nochmals zu zeigen.

Bisher haben wir hier nur von den kommerziell hergestellten Filmen gespro- chen. In der Welt der Amateure sieht die Betreuung solcher Filme wesentlich schlechte aus. Schon deshalb, weil hier kaum aussagekräftiges Publikum dahinter steht.

Natürlich gibt es Ausnahmen bei den Amateurfilmen, doch die sind meist Doku- mentationen von Ereignissen, die von der Profiwelt - dem Reporter - nicht erfasst werden konnten. Dazu gehören Filmdokumente von Unfällen oder politischen Ereignissen, Kriegsgeschehen oder Beobachtungen im Weltraum.

Künstlerische Werke, die aus der Hand von Amateuren stammen, sind äußerst selten zu finden, vielleicht auch schon deshalb, weil die eingesetzten technischen Geräte bei Hobbyfilmer nie an die Qualität professioneller Produktionen heranreichte.

Hier wären Museen oder die wenigen verbliebenen Film-Klubs - Vereine - gefragt, die Suche nach Klassikern zu beginnen. Die Zeit drängt, denn sehr viel Film-Material, insbesondere das 8 mm Material, altert meist unsachgemäß gelagert vor sich hin.

Ein Lob sollte dennoch ausgesprochen werden, nämlich dann, wenn die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten Aufrufe starten, private Filme einzusenden, um diese zu sichten und gegebenenfalls in einem Projekt als Klassische Amateurfilmreihe zusammen zu stellen. Material, das heute selbstverständ- lich digitalisiert wäre.

Das wir hier keinen der viel gelobten Klassiker beim Namennennen liegt auch an der großen Anzahl von Arbeiten, die in den mehr als 120 Jahren des Kinos entstanden sind.




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Es wird darauf hingewiesen, dass die hier verwendeten Markennamen den jeweiligen Firmen als Eigentümer gehören, dies sind im Allgemeinen: Warenzeichen, Marken oder patentrechtlich geschützte Bezeichnungen.



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