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Archiv: Beiträge u. Berichte über Juni
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Wochenticker Nr. 27
Beitrag Nr.: 26.06.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   26. Juni 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 11:34:16




Der Tonfilm des Amateurs, war immer eine Besonderheit.
Teil 1



Zwar fing es schon im Kreise der Amateure und der einschlägigen Industrie in den 1950er-Jahren an, Überlegungen anzustellen, dem 8 mm breiten Zelluloidstreifen, der in der Regel als Stummfilm für Drehs eingesetzt wurde, zu einem Tonfilm zu machen.


Größtes Hindernis war allerdings von Anfang an, die Tatsache, dass der schmale Streifen von nur 8 mm und einer relativ großen Perforation für den Filmtransport, kaum eine Fläche besaß, die für eine zusätzliche Tonspur reichen könnte, so wie es auf dem Filmen des Großen Kinos (35 mm breit) oder beim 16 mm Schmalfilm noch möglich war.


Wie wir wissen, so bediente sich das Große Kino des Lichttons, einer Methode der Tonübertragung mittels fototechnischer Lichtempfindlichkeit. Das Trägermaterial Zelluloid, eignete sich, genauso wie für das Bild, eine Tonspur anzulegen, die bei der Vorführung genutzt wurde, um den lippensynchronen Ton zu ermöglichen.


Von der fortgeschritten Technik und der erreichten Qualität elektromagnetischer Tonübertragung vom Magnetband, konnte die Filmindustrie nicht ignorieren, denn die Ergebnisse, Musik bzw. Geräusche vom Magnetband zu übertragen, überzeugten auf der ganzen Linie.


Andererseits wurde dem Amateur mit der Einführung von Tonbandmaschinen Geräte an die Hand gegeben, mit dem es möglich wurde auch Amateurfilme, zumindest mit einer Musik bei der Vorführung zu untermalen.


Der Mangel an geeignetem Platz für eine Tonspur, wie schon erwähnt, zwang alle Tonfilmfreunde, auf das sogenannte Zweibandverfahren zurückzugreifen.


Hierbei bediente man sich eines Tonbandgerätes, um den Ton einzufangen, wenn nötig, auch während der Filmaufnahme. Denn die Stummfilmkameras, wie sie als Normal 8 oder ab 1965 als Super 8, dem Amateur zur Verfügung standen, vermochten nur in Ausnahmefällen (Bauer ES 88) eine Kopplung mit einem dafür ausgelegten Tonbandgerät (Grundig TK 27).


Die technische Herausforderung war es nun beide Aufzeichnungen - Film und Ton - gleichzeitig und synchron ablaufen zu lassen. Der geeignete Projektor musste nun gefunden werden.


Da Projektor und Tonbandgerät - das gilt auch für Musikkassettenrekorder - mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten das jeweilige Medium abspielen, musste eine erzwungene Synchronisation erreicht werden. Anfänglich mittels eines Tonkopplers (Bauer TZ 31), der elektrisch die Motorsteuerungen zu einem Gleichlauf erzwang. Später generierte die Kamera über ein Zusatzgerät einen 1000 Hz Impuls, der neben der eigentlichen Tonaufnahme, auf abgetrennter Magnetspur, die Synchronisation vom Tonbandgerät bzw. Musikkassettenrekorder mit dem Projektor zu steuern vermochte.


Eine Reihe von technischen Lösungen wurden gefunden und versucht als ein Standard einzuführen. Auch beteiligten sich kleinere Elektrofirmen mit dem Angebot von zusätzlichen Geräten die eine Synchronisation der beiden Apparate versprachen. Auch Umbauten (Gebuhr) von hochwertigen MC-Kassettenrekordern waren darunter.


Das Zweibandverfahren war für den Amateur eine durchaus gangbare Lösung, wollte es sich den aufwendigen Vorarbeiten am Set und Nacharbeiten am Schneidetisch eines Tonfilms hingeben.


Wenn dem so war, so kann man heute konstatieren, so war zumindest bei der erreichbaren Tonqualität kaum Kritik angebracht. Filme mit Stereoton eingeschlossen. Etwas ungenauer bleib beim Zweibandverfahren immer der lippensynchrone Ton, der aber vom Kenner der Materie geschickt kaschiert werden konnte.


Als nicht besonders anwenderfreundlich erweis sich bei jeder Vorführprozedur, die beiden Apparate, Projektor und Tonbandgerät, miteinander zu verbinden. Der Projektor musste seinerseits vorbereitet sein, die Ansteuerung - sei es mechanisch oder elektronisch möglich zu machen - was nicht jeder Stummfilmprojektor zuließ.


1974 brachte Kodak mit dem Soundfilm - einen Film mit einem 0,8 mm breiten aufgebrachten Magnetstreifen - als eine weitere hoffungsvolle Lösung ist Spiel, die sich dann doch mehrheitlich, aus Kostengründen, nicht durchsetzten, konnte.


Der Soundfilm verlangte nämlich eine neue Filmausrüstung vom Amateur, was nicht unbedingt Verkaufsfördernd für diese neuartigen Film erschien. Zwar boten die meisten renommierten Kamerahersteller Soundkameras an, doch durch die zusätzliche Elektronik im Kameragehäuse wurden die Apparate unhandlich und übermäßig schwer. Abgesehen von einem anderen Merkmal, das die nicht unbedingt förderlich war.


Die mit dieser Technik aufgenommenen Tonfilme konnten nun mit einem Soundprojektor die ganze Breite des Möglichen vorzeigen. Wobei eines auffällig wurde: Die Tonqualität enttäuschte und das typische Rattern des Projektors war auch noch nicht verschwunden.


Zwar war nun die Lösung für die lippensynchronen Aufnahmen gefunden, doch einige Eigenarten des klassischen Amateurfilms - ob Stumm- oder Tonfilm - ließen sich kaum oder nur noch auf Umwegen verwirklichen.


Fortsetzung folgt nächste Woche



UN     





Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticker Nr. 26
Beitrag Nr.: 19.06.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   19. Juni 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 17:01:16




Sollte heutzutage ein alter Film digitalisiert werden und wie funktioniert
ein Bild für Bild Scannverfahren ?

Teil 5



Was bisher noch nicht so richtig angesprochen wurde, wenn man daran denkt einen Amateurtonfilm zu digitalisieren, dann wird es Zeit, es hier zu tun.


Der Wunsch einen Schmalfilmen der 8 mm Breite zu vertonen, war schon ab 1952 keine Seltenheit mehr. Was natürlich auch daran lag, dass das Große Kino schon seit Jahren Tonfilme anbot und stets als ein Vorbild galt.


Andererseits kam das innovative Tonbandgerät auf den Markt, ein Apparat mit dem man als Amateur Tongeräusche und jede Art von Musik leicht aufnehmen und wiedergeben konnte. Es war sogar möglich, mittels eines Mikrofons die eigene Stimme und andere Umgebungsgeräusche auf Tonband einzufangen und diese sortiert und geschnitten, womöglich mit Musik im Hintergrund, während einer Filmvorführung laufen zu lassen.


Man könnte meinen, dass Zweibandsystem sei erfunden worden. Und tatsächlich, es bedurfte nicht viel Zeit bis zu seiner Verwirklichung. Die ersten Apparate die eine Schnittstelle zwischen einem Projektor und einem Tonbandgerät - den sogenannten Tonkopplern - hatten, mussten nur die Synchronisation beider Geräte sicherstellen.


Der Einsatz von Tonbandgeräten, die mit Magnetbändern arbeiteten, hatten gegenüber dem Plattenspieler den Vorteil, dass sich ein punktgenauer Schnitt mit der Schere am Magnetband machen ließ und somit eine durchgehende Ton- bzw. Musikquelle annähernd synchron zu jeder Filmszene einrichten lies.


Hier muss noch betont werden, dass die Lichttontechnik, die für 16 mm breite Schmalfilme, das größere Filmformat des Schmalfilms, eingesetzt wurde, für den 8 mm breiten Amateurfilm, technisch gesehen nicht sinnvoll zu verwirklichen war.


Die erforderlichen Zusatzgeräte, wie den schon erwähnten Tonkoppler dienten in erster Linie dazu, die unterschidelich Geschwindigkeiten der Wiedergaben von Projektor und Tonbandgerät anzugleichen.


Tonbandgeräte müssen mit einem sehr genauen Gleichlauf des Magnetbandes, das an einem Tonkopf vorbeiläuft, arbeiten. Der Film mit seinen 16 B/s bzw. 18 B/s, ist da nicht so anspruchsvoll, zumal ja auch jedes Bild für einen Bruchteil von Sekunde, vor der Filmbühnen verweilt und erst dann projiziert wird.


Diese unterschiedlichen Vorgehensweisen Film bzw. Ton aufzunehmen und zu präsentieren haben sich im Laufe der Zeit nie geändert, trotz aller Anstrengungen auf dem Felde der Entwicklung. Daher blieb die Synchronisation zwischen Ton und Bild stets ein technisches Problem. Ganz abgesehen davon, dass der Zelluloidfilm und das Magnetband schon durch ihren Aufbau nie kompatibel waren.


Diese Erkenntnis, so wissen wir heute, führte letztlich dazu, dass das Magnetband im Wettstreit um die Vorherrschaft ein Speichermedium zu sein, das Rennen gewann. Auch wenn es nicht sehr viele Jahre waren, so waren doch Magnetbänder das geeigneter für die Tonaufzeichnung.


In diesem Zusammenhang beachte man, dass die aufgekommene Videotechnik, die schon in der Fernsehwelt seit 1960 mit Magnetbändern arbeitete. So um 1972 wurden auch die ersten Amateur-Video-Apparate mit Magnetbändern vorgestellt.


Erst mit den Fortschritten in der digitalen Aufzeichnung von Ton oder Bild, bei der weniger Speicherplatz durch Datenkomprimierung erforderlich wird, also dem Zeitpunkt, an dem sich Ton- und Filmaufnahmen von der analogen Aufnahmetechnik trennten, konnte eine wirklich synchrone Bild- und Tonwiedergabe vom Amateure erarbeitet werden.


Mit der Einführung datensparender Komprimierungssoftware, dem sogenannten Codec, für Musik war es das mp3-Verfahren, für Video das AVI, welches letztlich durch das mp4-Verfahren nochmals optimiert werden konnte, wurde es ermöglicht, Amateurfilme auf Zelluloid gebannt waren, seinen es Stumm- oder Tonfilme zu digitalisieren.


Der analoge Ton auf Magnetband, kann folglich als mp3-Datei konvertiert werden. Eine so vorliegenden mp3-Dateien wird mit einem Video-Schnittprogramm am PC oder einem Notebook mit der Video mp4-Datei zusammen gebracht, wobei lediglich der richtige Startpunkt von Bild und Ton abgeglichen werden muss.


Lippensynchronen Szenen sollten gelegentlich nochmals nachjustiert werden, was durch eine nicht so genaue Aufnahmegeschwindigkeit der vorliegenden Filmaufnahmen bedingt sein könnte. Denn die Anzahl von 18 bzw. 24 B/s wurden nicht immer von den Kameras so präzisen eingehalten, wie es Tonbandgeräte, mit der weitverbreiteten Aufnahmegeschwindigkeit von 95 mm/s für Magnetbänder und Kassettenrekorder mit ihren 47,625 mm/s für die Kompaktkassetten (MC) verlangten.


Sind nun Tonquelle und Film getrennt (Zweibandverfahren), wobei der Ton auf einem Magnetband bzw. einer Kompaktkassette liegt, so ist diese analoge Aufzeichnung mit geeigneten Geräten, zusätzlichen Adaptern, Software und Computer, in ein digitales Signal zu transformieren. Die so erzeugte mp3-Datei kann jetzt der mp4-Datei des Films zugeführt werden.


Etwas anders sieht es bei den Tonfilmen aus, die, wie schon erwähnt, mit einer Soundkamera aufgenommen wurden. Mit solchen Kameras wird der Ton (analog) von einem sehr genau laufenden Tonaufnahmegerät, welches in der Kamera verbaut ist, aufgenommen und auf dem, mit einem Magnetstreifen versehenen Film gespeichert.


Jedes Bild für Bild Scannverfahren kann sich nur auf die Digitalisierung der Filmszenen eines Streifens beschränken und lässt es nicht zu, gleichzeitig den Ton aufzunehmen. Der Ton muss in solchen Fällen, getrennt erfasst und - wie oben bereits beschrieben - in eine mp3-Datei konvertiert werden. Hierzu kann nur ein funktionstüchtiger Tonprojektor eingesetzt werden.


Sollten weitere Fragen zum Thema, das wir nun in 5 Folgen behandelt haben, aufkommen, bitten wir Sie sich bei uns zu melden. Auch Beiträge die Erfahrungen mit der Digitalisierung von Amateur-Schmalfilmen oder bereits digitalisierter Filme schildern könnten, sind uns willkommen.


UN     





Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticker Nr. 25
Beitrag Nr.: 12.06.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   12. Juni 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 08:38:15




Sollte heutzutage ein alter Film digitalisiert werden und wie funktioniert
ein Bild für Bild Scannverfahren ?

Teil 4



In den letzten 3 Beiträgen haben wir so einiges über die Möglichkeiten der Digitalisierung von Schmalfilmen in HDTV-Qualität im Amateurbereich berichtet. Auch wurden einige Details zu Technik erläutert, wenn es sich um das Bild für Bild Scannverfahren mit einem Somikon Scanner handelt, so wie er im sappam eingesetzt und getestet wurde.


Was nun noch zu behandeln wäre, ist die Nachbearbeitung bzw. die Vervollständigung eines Tonfilmens, weil dieser vom Scanner selbst nur als Stummfilmversion digital erstellt werden kann.


Die Vertonung von Filmen erfolgte früher, entweder im Zweibandverfahren bei dem eine geeignete Tonbandmaschine, z. B. die Grundig TK 27 oder ein Musikkassettenrekorder, z. B. der Klassiker Philips N 2209 AV eingesetzt wurde oder mit den sogenannten Soundkameras. Beide Maschinen bespielten Magnetbänder, als Speichermedium.


Dieser so aufgezeichnete, heute als analog bezeichnete Ton ist nicht ohne ein Konvertieren der Tonsignale auf Digitaltechnik nutzbar. Folglich stellt sich die Frage: Wie erhalte ich das digitale Signal, das mit der mp4-Film-Datei synchronisiert werden kann ? Mittlerweile (2020) gibt es interssante Lösungen, auch für den Amateur !


War es schon für den Amateur schwierig, den Tonfilm zu erstellen, insbesondere dann, wenn es um lippensynchrone Aufnahmen ging, so ist ein Umsetzen in die Digitaltechnik nicht weniger kompliziert. Denn die Voraussetzungen für eine Machbarkeit im heimischen Bereich, sind je nach dem vorhanden Material systembedingt unterschiedlich.


Wurde das Zweibandsystem - Filmaufnahmen zwischen 1954 und 1974 - genutzt, bei dem die Synchronisation nicht besonders genau war, muss filmentsprechend ein Magnettonband oder die Musik-Kassette vorliegen. Nur mit so einem Tonträger ließen sich die Arbeiten für eine digitale Vertonung erreichen.


Dabei kommt ein Notebook oder ein PC, mit einem zusätzlichen Tonvorverstärker, zum Einsatz. Ein funktionstüchtiges Tonbandgerät bzw. ein MC-Rekorder, sowie ein geeignetes Software-Programm auf dem Rechner, der die erforderliche mp3-Datei generieren muss, ist hierbei Voraussetztung.


Fehlt ein Tonvorverstärker, wie es der Magix PA 005 2USB (baugleich ist auch das Gerät von Hama) sein könnte, kann auch ein Mikrofon am PC genutzt werden, womit allerdings die Übertragung über Lautsprecher von der Tonbandmaschine nicht ganz so sauber wird.


Das mitgeliefert Softwareprogramm zum Tonvorverstärker, das Magix Audio Cleaning Lab 16 deLuxe, ist ideal für die Digitalisierung der analogen Tonspur. Liegt diese vor, wird mit einem Video-Schnittprogramm die mp3-Tondatei auf die vom Scanner generierte mp4- Videodatei übertragen. Windows-Rechner - ab Windows 7 - lassen es zu, dass das Video-Schnittprogramm Movie Maker diese Aufgabe erfüllt. Andere Video-Schnittprogramme sind ebenfalls einsetzbar.


Ähnlich wie oben beschreiben, wird auch ein mit Magnetstreifen versehener Tonfilm behandelt, nur ist in diesem Fall nicht das Tonbandgerät oder der Kassettenrekorder das abspielende Gerät der Tonspur, vielmehr ist es ein Tonfilmprojektor.


Dieser Tonfilmprojektor sollte, trotz seines Alters, noch einen ausreichend guten Filmtransport (18 bzw. 24 B/s) garantieren und über einen nicht brummenden Tonverstärker verfügen. Die Lichtquelle des Projektors, wird bein der Tonüberragung nicht mehr gebraucht und sollte ausgebaut werden. So schont man den nicht mehr ganz frischen Schmalfilm weitgehend, vor Hitzeschäden.


Alle erforderlichen Kabelverbindungen zwischen Projektor (Lautsprecherausgang) und Tonvorverstärker, sowie zum Rechner sind relativ einfach zu erstellen. Es sollten hierbei abgeschirmte Kabel zwischen den Geräten Verwendung finden. Ist der Tonfilm im Projektor eingefädelt, kann der Ton durch die Einstellung - Vorführung mit Ton - auf dem Rechner übertragen werden. Die Aussteuerung des Tonsignals übernimmt die Software.


Die Einstellungsmöglichkeiten der Software sind vielfältig und erlauben eine Reihe von Bearbeitungsschritte, die allerdings nur in besonderen Fällen wirklich nötig sind. Z. B. wenn eine Rauschunterdrückung (Dolby) oder die Kalibrierung der Stereokanäle (auf Höhen und Tiefen bzw. L u. R), gewünscht wird.


Wird ein Film von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung digitalisiert, dürfte auch die Länge der Tonaufnahme ähnlich lang anfallen. Wird der Film allerdings gekürzt oder mehrfach unterteilt, um mehrere DIGI-Dateien zu erhalten, sind die Tonsequenzen nachträglich anzupassen. Dies gilt insbesondere dann, wenn nach der Filmdigitalisierung mit einem Video-Schnittprogramm womöglich Titel oder Szeneüberblendungen eingearbeitet werden, durch die der Digi-Film als Ganzes in seiner Länge verändert wird.


Die Nacharbeit des digitalisierten Films mit einem Video-Schnittprogramm am Notebook/PC ist grundsätzlich möglich. Rechner mit dem Betriebssystem ab Windows 7 und dem entsprechenden Upgrade, erlauben die Nutzung der kostenlosen Video-Player VLC-media Player oder Windows Movie Player. Beide Programme verarbeiten das mp4-Format und somit die vom Scanner erzeugte Video-Datei.


Wird festgestellt, dass eine Nacharbeit der Video-Datei wünschenswert ist, um beispielsweise ungünstige Filmszenen herauszuschneiden, dann werden Video-Schnittprogramme eingesetzt. Die Movie Maker Software von MS ist einfach zu bedienen und reicht aus für den schnellen Filmschnitt bzw. Filmvertonung.


Komplexere und umfangreichere Möglichkeiten bieten die Video-Schnittprogramme von Corel. Hier das Pinnacle Studio ab Version 16 (muss registriert sein um den Zugang zum mp4-Codec zu bekommen) oder VideoStudio ab Vs. Pro X5. Beide Programm bieten eine Vielfalt von Bearbeitungsmöglichkeiten des Videofilms. Achtung ! Vorherige Softwareversionen dieser Programme verarbeiten den mp4-Codec der manchmal auch als MPEG-4 oder H-264 angegeben wird, nicht.


Fortsetzung folgt nächste Woche



UN     





Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticker Nr. 24
Beitrag Nr.: 05.06.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   05. Juni 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 08:32:07




Sollte heutzutage ein alter Film digitalisiert werden und wie funktioniert
ein Bild für Bild Scannenverfahren ?

Teil 3



Nachdem wir auf einige wichtigen Punkte der angewandten Technik eines Bild für Bild Scanners eingegangen sind, können wir noch von den Erfahrungen mit so einer Maschine in unserem Atelier berichten.


Hier im sappam kam bisher die Somikon-Maschine zum Einsatz, die allem Anschein nach, zielgerichtet für den Filmamateure entwickelt wurde. Diese Aussage, können wir nicht zurückhalten, denn der Aufbau des Gerätes ist zwar einfach und praktisch zu bedienen, aber für einen Dauerbetrieb, wie in professionellen Bereichen, ist es nicht ausgelegt.


Nun mag es sein, dass ein Amateurfilmer nur mit einer relativ geringen Anzahl an Filmen diesen Apparat nutzen wird um ihn dann wieder abzugeben bzw. weiterzureichen (z. B an Klubmitglied). Vermutlich wird aber auch die Anzahl an Filmen, die sich im privaten Bereich je Haushalt befinden, oft die Anzahl von 25 Stück der 7 Zoll Filmrollen nicht überschreiten.


Diese Menge an Filmen zu digitalisieren, die doch eine Vorführdauer von circa 10 Stunden bedeutet, ist zwar nicht mit viel körperlicher Anstrengung verbunden, auch bedarf es nicht einer ständigen Beobachtung des Digitalisierungsvorgangs, der immerhin an die 4:30 Stunden je 120 m Film in Anschruch nimmt.


Der Scanner wird mit einem separaten Netzgerät betrieben, das bei der Lieferung in der OVP enthalten ist. Sinnigerweise ist auch eine 7 Zoll-Filmspule dabei. Was aber nicht im Lieferumfang enthalten ist, ist eine SD-Speicherkarte, um den ersten Scan durchzuführen. Wird allerdings eine geeignete Speicherkarte in den Slot gesteckt und das Netzgerät angeschlossen, lässt sich das Gerät einschalten.


Auf dem, über der Filmabtasteinheit liegende Monitor sind mehrere Einstellmöglichkeiten des Scanners ablesbar. Wichtig ist allerdings vor dem Scan-Start die Auswahl der verwendeten Filmspule, die in der Regel 3, 5 oder 7 Zoll an Durchmesser haben kann, vorzugeben. Durch diese Vorgabe wird nämlich eine Scanzeit festgelegt und der Scanner zum Schluss eines Films, wenn dieser ohne Aufsicht abgearbeitet wurde, automatisch abgeschaltet.


Die Logik der angeboten Programmeinstellungen ist einfach nachzuvollziehen, auch wenn der Monitor (Display), der in Farbe das jeweilig gescannte Bild wiedergibt, etwas kein ausfällt.


Vor dem Start des Scanners ist der Film - Super 8 oder Normal 8 - in eine Führungsschiene, die auch die Filmbühne integriert, akkurat einzulegen. Das Aufspulen des Filmanfangs, auf die leere Filmspule sollte unter Beachtung der vorgegebenen Umlenkrollen kein Problem darstellen.


War der Scanner bereits eingeschaltet - Display und Filmbühne sind beleuchtet - ist nun der Startvorgang einzuleiten, der den Film Bild für Bild vorschiebt, anhält, fotografiert und so den Vorgang wiederholt, bis die Spule leer ist.


Die Elektronik des Scanners erfasst jedes Bild und verdoppelt es automatisch intern. Auch wird sofort eine nutzbare mp4-Datei generiert. Nur so wird sichergestellt, dass nach jedem vorzeitigen Abbruch des Scannvorgangs eine abgeschlossene mp4-Datei vorliegt.


Wird ein 120 m langer Film, 8 Mal aufgeteilt und bewusst unterbrochen, um beispielsweise mehrere und somit kleiner Dateien in einer Größe von etwa 360 MB je Abschnitt des Filmstreifens zu erhalten, bedarf es nach circa 32 Minuten eines Stopps. Jede darauf folgende Fortsetzung des Scanvorgangs mit dem selben eingelegten Film generiert eine weitere Datei, die automatisch fortlaufend nummeriert wird. Diese Digitalisierungsmethode hat den Vorteil der später leichteren Nachbearbeitung mit einem Video-Schnittprogramm.


Der Scanner, der vom sappam genutzt wird, generiert den mp4-Codec, wie er auch von vielen Fotoapparaten mit Video-Clip-Funktion erstellt wird. Daher sind Amateurfilme, die in diesem Kompressionsverfahren digitalisiert werden auf modernen HDTV-Geräten abspielbar.


Zwei Aspekte sollten dennoch beachtet werden, denn sie sind nicht unbedeutend: Die anzupassende Verlangsamung der vom Scanner generierten Amateurfilmgeschwindigkeit - siehe Beitrag Teil 2 - und eine eventuell gewünschte Nachvertonung, sofern ein Tonfilm digitalisiert wurde.


Tonfilme wurden im analogen Tonaufzeichnungsverfahren hergestellt, was durch kontinuierliche Aufzeichnung der Tonsignale, auf Magnetband charakteristisch ist. Hier kannte man das Zweibandverfahren, bei dem eine Tonbandmaschine, oder ein MC-Kassettenrekorder eingesetzt wurden bzw. der Ton, auf einem Film mit Magnetband, den sogenannten Sound-Film, festgehalten wurde.


In Erkenntnis dieser Vorgaben ist es unumgänglich, auch den Ton eines Tonfilms zu digitalisieren. Dafür wird heute das Kompressionsverfahren mp3 bevorzugt eingesetzt. Folglich ist es unumgänglich die Tonsignale des Amateurtonfilms mit einem gebrauchsfähigen Tonfilmprojektor (die Lichtquelle wird dafür nicht mehr benötigt und sollte ausgebaut sein) abzuspielen.


Leider muss immer wieder festgestellt werden, dass auch Tonfilmprojektoren heute große Alterungsprobleme aufweisen, die neben einem spröde gewordenen Antriebsriemen auch für so manchen Kondensator der Elektronik bzw. der des Tonverstärkers gilt, was die Tonqualität unter Umständen erheblich einschränkt. So wird es kaum überzeugend machbar sein, den Ton zu digitalisieren, wenn aus dem Lautsprecher des Projektors ein ständiges Brummen ertönt und den Klang der Aufzeichnung überlagert. Ein Trostpflaster hätten wir aber in solchen Fällen noch im Köcher.


Die meisten Tonfilme, die von Amateuren zusammengestellt wurden, untermalten die Filmszenen mit Musik und weniger mit gesprochen Dialogen der Darsteller. In solchen Fällen erübrigt sich meist die komplexe Übertragung des O-Tons vom Film. Eine Nachvertonung solcher Stimmungsbilder kann auch mit bereits vorhanden, GEMA-freien Musikstücken die im mp3-Format vorliegen erreicht werden.


So bedarf es in solchen Fällen keines Tonfilmprojektors der die analoge Untermalung ausgibt. Manchmal reicht dann auch schon die praktische Alternative, dass Rattern eines Projektors vom CD-Player als Sound-Datei im mp3-Format erklingen zu lassen, damit die Stimmung von früher, bei der Filmvorführung aufkommt.


Fortsetzung folgt nächste Woche



UN     





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