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Archiv: Beiträge u. Berichte über Januar
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Wochenticker Nr. 06

Beitrag Nr.: 31.01.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   31. Januar 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 08:32:09




Warum ging der klassischen Film unter ? Weil die Elektronik kam.


Noch um die Jahrtausendwende jammerten die Fotografen in der Welt, was wird nur aus unserem Beruf! Die digitale Welt ist nicht unsere Welt! Das digitale Bild wird beim besten Willen, nie an die Qualität des chemischen Films herankommen!


Heute, 30 Jahre danach sind all diese Stimmen verstummt. Das digitale Bild ist nicht mehr wegzudenken.


Was ist geschehen ?


Schon die Begriffe "ANALOG" und "DIGITAL" als Eigenschaft einer Fotografie wurde, aufmerksam betrachtet, erst vor Kurzem in unseren Sprachgebrauch eingeführt, wobei analog als retronymer Begriff verwendet wird. Denn elektronisch erzeugte Bilder gab es schon seit Langem. Eigentlich schon in der Zeit, in der der Schmalfilm für Amateure das Laufen begann, also um 1935/36 herum.


An diesem Punkt wird man sich erinnern müssen, das schon bei den Olympischen Spielen in Berlin, 1936, die ersten elektronisch erzeugten Bilder entstanden und über Funk versandt wurden. Wenngleich nur sehr wenige Fernsehempfänger in der Bevölkerung zur Verfügung standen, so wurden diese TV-Bilder doch in Schwarz/Weiss als Laufbilder übermittelt.


Die Fotografie des chemischen Prozesses war durch diese Technik nicht gefährdet, sie war in jeder Hinsicht dem elektronischen Medium, was Bildqualität betrifft, weit überlegen.


Anfang der 1960er Jahre begann man in der Welt des Fernsehens die ersten Aufzeichnungen in Farbe zu realisieren. Die ARD und das ZDF sendeten erstmals 1967 in Farbe. Die eingesetzte Technik war den Fortschritten in der Elektrotechnik zu verdanken, die den Sprung in die Elektronik dank der Transistoren schaffte.


Ähnlich wie bei der elektromagnetischen Aufzeichnung von Schallwellen, also den Ton, auf Draht oder Band, ging man vor, um Bilder einzufangen und aufzuzeichnen. Die sogenannten MAZ-Maschinen (AMPEX) kamen in den Fernsehanstalten zum Einsatz.


Die Bild-Aufzeichnung erfolgte auf einem kontinuierlich laufenden Magnetband, als Speichermedium. Von diesem Medium aus, konnte in einem umgekehrten Abspielverfahren, diese Aufzeichnung wieder sichtbargemacht werden, allerdings noch mit erheblichen mechanischen und elektronischen Aufwand in den dafür ausgelegten Maschinen.


Dieses kontinuierliche Aufzeichnungsverfahren - heute als analoge Aufzeichnung bekann - war technisch betrachtet der Dreh- und Angelpunkt um auch in der immer leistungsfähiger gewordenen Elektronik noch einen anderen Weg bei den Aufzeichnungsverfahren zu gehen. Die Digtalisierung von analogen Daten konnten mit den sogenannten FlipFlop-Schaltungen von Plus/Minus oder 0/1 Aufzeichnung in binärer Form "DIGITAL" erreicht werden.


In der Entwicklungszeit, in der die Elektronik große Schritte vollzog, die auch ab 1975 jedem Bürger sichtbar wurden, fing ein Konkurrenzkampf mit dem chemischen Film an. Denn die klassische Fotografie beruhte noch immer auf komplizierten chemischen Filmherstellungsverfahren und nicht weniger anspruchsvollen Entwicklungsmethoden.


Vereinfacht gesagt, die obere Grenzen des Machbaren in der Chemie der Fotografie waren bereit erreicht und kaum mehr zu verbessern. Zumindest nicht so, dass ein anderer Ansatz sichtbar hätte überzeugen können.


Die elektronische Bildaufzeichnung für Amateurlaufbilder konnte de facto noch nicht wirklich mit dem klassischen Film auf chemischer Basis mithalten. Die ersten Videokameras wurden zwar immer kleiner und mutierten zu Camcordern, boten auch jede Menge an innovativer Elektronik, wie beispielsweise Textgenerator oder Stereoton, doch behielt der Amateur mit seinem Super 8 Film noch immer das Zepter in der Hand. Bis 1982.


Camcorder der 2. und 3. Generation erreichten die Käuferschaft und filmten auf allen Bühnen. Die Qualität der Magnetbänder, in den Videokassetten, wurden besser (Metal). Auch die Auflösung der Bilder, eingefangen durch fortschrittliche CCD-Chips, reichte zwar noch immer nicht an die des professionellen Fernsehens heran, das in PAL ausgestrahlt wurde. Noch weniger an die Auflösung des Super 8 Films.


Im privaten Umfeld siedelte sich mehr und mehr der PC an. Was wesentlicher den Schritt für die Entwicklungen in der Informationstechnik beitrug, auch bei den Amateuren des Films.


Um 1995 kam das Internet in die privaten Stuben und somit auch zu den passionierten Amateurfilmern, Leute die in der Regel technisch interessiert waren. Es war die Zeit immer schneller werdenden PCs mit von Jahr zu Jahr leistungsfähigeren Festplatten. Es war die Zeit vieler Software-Programme, auch solcher, die für eine Bearbeitung von Bildern gedacht waren.


Nicht nur Fotografien, nein auch eigens hergestellte Grafiken konnten nun er- und bearbeitet werden. Hochleistungsgrafikkarten fanden reißenden Absatz, um den Videorecorder/Camcorder mit dem PC zu verbinden. Die Flut der Stand-Bilder wurde immer größer. Bewegte Bilder waren nur selten übertragbar und doch gelang es mit Bildbearbeitungsprogrammen, Bilder im gif-Dateiformat mit Animationen zu erzeugen.


Zum Ende der 1990er Jahre konnten Video-Clips in bescheidener Bildgröße auf einem Monitor betrachtet werden. Auch Aufnahmen von Camcordern ließen sich nun mittels eines PCs besichtigen und bearbeiten. Die Grafikkarten machten es möglich auch TV-Sendungen anzusehen. Hochgerüstete PCs spielten die ersten digitalen Filme (Video), die auf DVDs seit 1997 angeboten wurden auf PC-Monitore mit der nun erreichbaren Auflösung von 1024 x 768 pix, ruckelfrei ab.


Mit der 4. Generation (2004) von Camcordern floss die Mini-DVD Technik ein, die in einigen Modellen durch eine Festplatte, oft als Aufzeichnungspuffer, unterstützt wurde. Dass andererseits die Flash-Mermory Speichermedien an Bedeutung zunahm, öffnete der digitalen Technik Tür und Tor. USB2-Sticks (ab 2000 erhältlich) mit 1, 2, heute auch größer als 4 GB, erlaubten Filmszenen in Video-Qualität zu speichern. Lediglich die Flachbildschirme, die auch TV-Tauglich waren, mussten noch teuer bezahlt werden.


Fotoapparate für Amateure wurden von mehreren Anbietern der Elektronikindustrie angeboten, bei denen sich die digitale Aufnahmetechnik in MP auszeichnete. Zuerst kam das digitale Foto mit 0,800 MP, dann mit 1, 2, 3, 4, 8 u. mehr Megapixel (MP) auf den Markt. Der Video-Clip, noch etwas vernachlässigt bei dieser Technik, konnte nur im heute als bescheiden wirkenden Datei-Format AVI auf Multimedia-PCs betrachtet werden.


Dann, um 2006, tauchten die ersten digitalen Video-Kameras für Amateure auf, Apparate die das HD-TV-Format beherrschten und die Filmszenen in einer mp4-Datei festhielten. Wer zu diesem Zeitpunkt schon einen HDTV-Flachbildschirm besaß, genoss seine Hobbyfilme in ganzer Bandbreite. Der Zelluloidfilm war damit zum Tode verurteilt.


Unzähliche Angebote zur Digitalisierung von analogen Amateurfilmen schossen aus dem Boden. Doch die Ergebnisse waren aus heutiger Sicht noch sehr bescheiden, auch wenn die digitale Technik in der Bilderfassung und -wiedergabe zu diesem Zeitpunkt schon unwiderruflich das Rennen um den besten Platz am Markt gemacht hat.


Selbst das große Kino kann nicht mehr darauf verzichten, digitale Kino-Technik einzusetzen. Viele Anwendungsmöglichkeiten, die das klassische Kino in den Jahren entwickelt hat, stehen nach wie vor der digitalen Technik zu Verfügung, aber auch ungeahnte Möglichkeiten, die das digitale Medium heute schon bietet, hätte der klassische Zelluloidfilm nie erbringen können.


Der chemische Film trat langsam und klanglos, nicht nur bei den Amateuren ab. Das digitale Foto und der digitale Video-Film wurde tatsächlich, was vor 60 Jahren nie hätte geblaubt werden können, abgelöst.



UN     





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Wochenticker Nr. 05

Beitrag Nr.: 24.01.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   24. Januar 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 18:20:01




Sind es nur noch die Älteren unter uns, die sich für den Schmalfilm interessieren?


Wenn man die Entwicklung der Fotografie, besser gesagt, die der Technik ansieht, wird einem schnell bewusst, dass die Fotografie auf chemischer Basis kaum mehr Existenzberechtigung erfährt. Es sei den, ganz spezielle Anwendungen kämen infrage. Nämlich da, wo noch eine aussendordentliche Auflösung zu erwarten ist oder wo sich Künstler mit der Materie beschäftigen.


Selbst in der Medizin und Astronomie, wo überzeugende Bilder die Menschen im vorherigen Jahrhundert in Staunen versetzten, ist das elektronisch erzeugte Bild nicht mehr wegzudenken.


Unter diesem Vorzeichen kann es nicht verwundern, dass auch das Kino, ob groß oder klein, nun Digital arbeitet. Und dass die technischen Geräte und Apparate, die uns die analoge Filmindustrie bereitstellte, nun zum alten Eisen gehören.


Die Nutzung, um nicht zu sagen, Handhabung jener, für Zelluloidstreifen gebauten Apparate, gerät ebenfalls langsam aber sicher in Vergessenheit, so wie der Bau von Kameras und Projektoren und anderer Hilfsmittel, die 120 Jahren lang den Profis des Films das Handwerk erleichterten. Für Amateure des Schmalfilms standen 80 Jahre technischer Entwicklungen und seinen Fortschritten zur Verfügung, die erst, so könnte man heute sagen, ab dem Jahr 2000 definitiv ihr Ende fanden.


Dass es noch heute einzelne Schmalfilmer gibt, ist verständlich, zumal das Medium wirklich begeistern kann. Dennoch muss man gestehen, dass die elektronische Bilderfassung kaum mehr infrage zu stellen ist, betrachtet man die Einfachheit, mit der die Filmschaffenden mittlerweile die Apparate nutzen.


Wenn es auch nicht unbedingt 1000 Vorteile sind, so sind es genug, um jeden davon zu überzeugen, was Bildqualität und Bearbeitungsmöglichkeiten betrifft. Selbst die hochauflösenden Vorführmöglichkeiten, an denen es am längsten scheiterte, den Durchbruch zu erhalten, sind heute zur Norm geworden. Bei entsprechendem finanziellem Einsatz für solche Apparate kann sogar die Leistung der Wahrnehmung des menschlichen Auges, überflügelt werden. Mit der 4K (Ultra HD) Technik.


Der klassische Filmamateur von heute dürfte auch jener passionierte Filmer gewesen sein, der schon vor 40 oder mehr Jahren den Filmstreifen als sein Hobby erkor. Und doch sind dabei die Gelegenheitsfilmer von den Filmproduzierenden zu unterscheiden. Letzter dürften jene Menschen sein, die sich stundenlang mit dem ihnen vorliegenden Filmszenen und der dahinter liegenden Geschichte (Story) beschäftigen. Mal mit Ton- mal mit Stummfilmen.


Dabei muss man nicht als konservativ gelten, legt man dieses Verhalten als einen besonderen Maßstab an. Vielleicht sind es gerade diese Fähigkeiten etwas zu erreichen, vielleicht aber auch nur die Möglichkeiten, mit vorhanden Gerätschaften zu arbeiten. Die Freude am Geschehen, am Machen und am Tun ist hier die Antriebsfeder. Das die jüngeren Semester mit dieser alten Technik nichts anfangen können, kann als Selbstverständnis betrachtet werden.


Wenn heutzutage junge Leute, dem klassischen Filmstreifen noch Aufmerksamkeit schenken, so liegt das in der Regel am gezielten Wissensdurst, wann und wie der Film eigentlich entstand und mit welchen Mitteln das Laufbild letztlich erreicht wurde. Also dürften es die Studierende des Faches Kinotechnik sein, die hier noch einmal auf die Vergangenheit zurückschauen, und mehr nicht.


Angefangen hat die Kinematografie mit der nicht ganz ungefährlichen Nitrozellulose (Zelluloid) als Trägermaterial für lichtempfindliche Emulsionen. Ein Material, das leicht entzündlich war und daher im Projektor mit heißer Lichtquelle (Lampen) zu Brennen neigte. Diese leichte Entfammbarkeit des Films auf Nitratbasis lag schon bei knapp über 38°C. Erst mit der Einführung des Sicherheitsfilms auf Zellonbasis um 1933, beruhigte sich die Film-Branche, sodass auch Amateure in den Genuss kamen, Filme in den nun kleiner gewordenen Filmkameras und Projektoren (dem Normal 8 Format) gefahrlos zu nutzen.


Kodak, einmal der weltweit größte Hersteller von Film-Material genoss bei den Amateuren unvergleichliche Reputation, mit dem Kodak-Chrome (K 40) Film auf Acetatbasis. Ein Film-Material, das bis zum Schluss des Amateurfilm-Booms, 1990 als unvergleichlich gut galt. Fuji Photo, der japanische Hersteller, von Fuji-Color-Film konnte einen eigenen Filmtyp, mit dem Trägermaterial auf Polyesterbasis, bei Amateuren (Single 8) erfolgreich einführen und vermarkten. Der Vorteil dieses Film-Materials war, dass es um 1/3 dünner war als das von Kodak.


Auch wenn mit dem dünneren Trägermaterial die Super 8 Kassetten um einige Meter an Länge erweitert hätte werden können, Kodak hat sich dieses Materials auf Polyesterbasis nie angenommen.


Der Umstand, dass der klassische Film zur Entwicklung eingesandt werden muss, vereitelt heute jeden weiteren Versuch mit dieser Technik zu arbeiten. Mehr noch, die Entwicklung-Laboratorien, die das K 17 Verfahren für Kodak-Filme durchführten, wurden mittlerweile geschlossen. Selbst Altbestände der Super 8 Filme sind daher nicht mehr ordnungsgemäß zu entwickeln.


Gelegentlich kursieren Informationen im Internet, dass die Super 8 Farbfilme von Kodak, einmal belichtet, wenigstens noch im schwarz/weiß entwickelt werden können. Von den anfallenden Kosten ist selten die Rede, es sei denn mehrere Filme würde man der Prozedur dann aussetzen.


So mancher passionierte Filmer von heute lässt sich Super 8 Kassetten konfektionieren, soll heißen, extra anfertigen. Meist werden dazu wiederverwendbare Kassettengehäuse, im Super 8 Format, mit Fuji-Film-Material befüllt. Denn nur bestimmte Film-Typen können noch entwickelt werden. Allerdings sind bei solchen Vorhaben einschlägige Unternehmen zu befragen. Nicht nur was die Kosten der Konfektionierung betrifft, auch die Menge der gewünschten Filmkassetten macht den Endpreis aus, der in all diesen Fällen keine Kleinigkeit sein dürfte.


SW-Filme auf Azetatträgermaterial gibt es noch für Super 8 Filmkameras, damit ließe sich ein Revival alter Zeiten herstellen. Auch hier gilt es, speziell für größere Filmprojekte, die entsprechenden Mengen festzulegen und gezielt zu ordern.


So mancher Filmfreund greift auch auf den gelegentlich angebotenen Roh-Film zurück, wenn dieser entsprechend auf Breite zugeschnitten und perforiert ist. Dann sind allerdings die wiederaufladbaren Super 8 Leerkassetten zu empfehlen.


Nicht zu vergessen ist in all diesen Fällen, bei denen Film-Material erworben wird auch sicherzustellen, dass eine Entwicklung des Materials zugesagt wird. Denn meistens ist heute die Filmentwicklung, wie früher üblich, nicht mehr im Kaufpreis des Films enthalten.


Filmkameras der 1970er Jahre wurden in der Regel mit automatischer Belichtungsmesseinrichtung ausgestattet (TTL). Dazu bedurfte es einer oder zwei Silberoxid-Batterien vom Typ PX, die jeweils 2,7 V lieferten. Da diese Batterien nicht mehr im Handel sind, stellt dies für den praktischen Gebrauch einer Kamera ein Hindernis dar. Adapter für andere Stromzellen-Typen sind gelegentlich zu bekommen. Doch geben diese nur einen Sinn, wenn der Batterieschacht nicht im Inneren der Filmkammer liegt. Adapter dieser Art, bauen nämlich nach außen auf.


Wird die Belichtungsautomatik abgeschaltet und somit die manuelle Einstellung der Blende gewählt, kann man sich mittels eines der üblichen Belichtungsmesser behelfen. Eine Methode die allerdings einige Erfahrung beim Filmen voraussetzt.


Natürlich haben viele technischen Details, dem Amateurkameramann das Filmen so einfach gemacht, dass selbst diejenigen, die sich als unbegabt erklärten, noch Filme drehen konnten, die sich im Nachhinein als wahre Schätze erwiesen. Die einfachste Art und Weise, erlebte Szenen in den Kasten zu bekommen, war eine ruhige Hand, wenn kein Stativ zur Verfügung stand. Hektische Schwenks zu vermeiden und die Szenen um die 4 bis maximal 10 Sekunden einzufangen.


Alles Eigenschaften, die auch heute noch gelten, ob digitaler Camcorder oder Smartphons der neusten Generation.



UN     





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Wochenticker Nr. 04

Beitrag Nr.: 17.01.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   17. Januar 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 11:52:01




Über Entwicklung unserer Web-Seite und dem Zustand der vorhandenen Exponate.


Das Schmalfilm-Apparate-Museum ist ein in privater Initiative aufgestelltes Projekt, welches mit dem Akronym sappam seit 2009 im Internet auftritt.


Angefangen hat es mit dieser Sammlung schon einige Jahre früher, man schreibt das Jahr 1998, doch zu jener Zeit war das Internet noch in den Anfängen und an einer Präsentation für die Öffentlichkeit kaum zu denken. Abgesehen davon, dass die Sammlung vorhandener Apparate in jener Zeit, nicht einmal Objekte aufwies.


Doch mit dem Entschluss, dem Metier Schmalfilm-Technik ein Forum zu bieten, entstanden die ersten Datenblätter in digitaler Form, sodass die klassischen Karteikarten nicht mehr eingesetzt wurden. Excel-Tabellen waren angesagt.


Ab 2000 wurde dem Projekt ein jährliches Budget zugesagt, was es erleichterte, interessante Apparate zuzukaufen. Dabei legte man den Schwerpunkt in der Beschaffung auf den Erwerb von Amateurfilmkameras, Apparate, die in den Jahren zwischen 1965 und 1980 einen Boom erlebten und allen Anschein nach langsam in Vergessenheit zu geraten.


Die internen Planungen konzentrierten sich zu jener Zeit neben dem Ankauf interessanter Filmkameras auch auf die Entwicklung einer Internetseite mit professionellem Erscheinungsbild. Gleichsam wurde ein sinnvoller Name für den Auftritt gesucht, entworfen und gefunden, der dann im Jahr 2009 unter sappam als Kürzel von Schmalfilm-Apparate-Museum, erstmals im Internet veröffentlicht wurde.


Mit knapp 160 Objekten ging die sappam-Web-Seite ins Netz, wobei die Darstellung, das Web-Design, für den damals üblichsten Browser, dem Explorer 5 von MS programmiert wurde. Die Seiten mussten in den ersten Jahren regelmäßig an die verschiedenen Versionen von Netscape und Firefox angepasst werden. Nicht zu vergessen, weitere Angebote, neben der ursprünglich einfachen Bebilderung eines Objektes kamen hinzu und wurden sukzessiv auf der sappam-Seite freigeschaltet.


Auf Notebooks und PCs wurden die Browser durch immer neuere Versionen ergänzt, sodass auch wir regelmäßig Anpassungen, programmtechnischer Art, vornehmen mussten, ohne dabei die Nutzer mit älteren Betriebssystemen auf ihren Rechnern, wie das Windows 98, Win 2000, Win. Me, Win. XP, Win. Vista oder Win. 7 vor unaufgeräumten Bildschirmen stehen zu lassen.


Schließlich waren oder sind all diese Nutzer, älteren Semesters, früher einmal die Amateure des Schmalfilms, denen wir viel zu verdanken haben.


Zwischen 2009 und heute wurden jährlich im Schnitt 110 Objekte angekauft und 20 Objekte als Spenden dem Museum übergeben. Bei der Auswahl im Ankauf, wurde in erster Line auf den Zustand des Apparates geachtet, was nicht ausschloss, dass seltenere Modelle mit starken Gebrauchsspuren dabei waren. Doch zeigte sich letztlich, dass die meisten Filmkameras noch in einem funktionstüchtigen, ja sogar im neuwertigen Zustand waren.


Anders sah es bei den Projektoren und Bildbetrachtern aus, deren Mechanik bzw. inneren Aufbauten der schleichende Alterungsprozess zugesetzt hat. So sind die verbauten Spiegel in einem Bildbetrachte (Editor) erblindet oder massiv verschmutz. Projektoren leiden in der Regel an Schwergängigkeit durch verharzte Fette an deren Lagern und Zahrädern oder, was viel schlimmer ist, an porös gewordenen Riemen des Antriebs.


Die Objektive erwiesen sind, was die Alterung betrifft, oft widerstandsfähiger als angenommen. Lediglich einige der Filmkameras, die vor 1948 auf den Markt kamen, zeigten einen Blaubelag im Inneren des Objektivs. Pilzbefall im Objektivinneren konnte bei den wenigsten Apparaten festgestellt werden. So auch sichtbare Kratzer und Oberflächenbeschädigungen der großen Frontlinsen einer Reflex-Kamera, kamen nur gelegentlich vor.


Bisher haben uns allerdings 2 bemerkenswerte Objekte erreicht, die durch Wasserschäden aufgefallen sind und daher auch nicht mehr reparabel waren. Äußerlich scheinen diese Apparate im guten Zustand zu sein, doch innerlich ist die Verschmutzung gravierend.


Nach jedem Eintreffen neuer Objekte werden diese erst einmal katalogisiert, dann auf Schäden begutachtet und äußerlich gereinigt. Einer Funktionsprüfung unterziehen wir die Filmkameras nicht mehr, zumal es keinen Sinn gibt, hier noch teure Filme einzusetzen, wohl wissend, in einem Museum ist vorwiegend die Möglichkeit einer Besichtigung der Exponate gefragt.


Bedauerlicherweise erhalten wir so gut wie nie, die Historie zu einem Apparate, obwohl auf unserer Internetseite eine Möglichkeit für diesbezügliche Rezensionen eingerichtet ist. Gut, gelegentlich bekommen wir den Hinweis, dass der Apparat schon seit Jahren im Familienbesitz war oder dass er für die profane Entsorgung zu schade wäre. Hinweise, die kaum für eine interessante Veröffentlichung ausreichen.


Bemerkenswerte ist dennoch in diesem Zusammenhang, dass den meisten Apparaten die uns erreichten, ob Filmkameras oder Projektoren, nie private Filme dem Paket beigelegt wurden. So ist zu vermuten, dass diese Amateurfilme doch noch den Besitzern einiges bedeuten muss, zumindest als ein Dokument vergangener Zeiten empfunden wird.


Hier sein nochmals kurz erwähnt, dass wir Spendern einer Filmkamera oder eines Projektors, die Digitalisierung einer Amateurfilmrolle von 120 m Durchmesser, kostenlos, nach dem Bild für Bild Scannverfahren durchführen, wenn bei uns die Spende bis zum 30.04.2020 eingeht. Weitere Informationen zum Thema Spenden können hier, auf diesem Link aufgerufen werden.


Kurz zusammengefasst: Die mittlerweile auf mehr als 1660 Objekte angewachsene Sammlung unterschiedlicher Modelle, die die Amateurfilmer seit 1932 nutzen konnten und auf der sappam-Web-Seite erscheinen, befinden sich in der großen Mehrzahl in einem außerordentlich guten Zustand. Das wir die Objekte nicht in einer Dauerausstellung präsentieren können ist sehr bedauerlich. Und doch muss festgestellt werden, dass das Interesse eines breiten Publikums für diese Technik im Moment (2020) tatsächlich nicht vorhanden ist.


Dies mag daran liegen, dass die früher einmal interessierten Schmalfilmer in einem Alter sein dürften, wo jede Aktivität zurückgeht, andererseits die moderne Bilderfassung mit der Smartphone-Technologie kein Raum mehr lässt, über alte Dinge der früheren Amateurfilmer nachzudenken bzw. Zeit dafür aufbringen.


Verständlich ! So kommen wir zu dem Schluss: Ein Museum muss reifen und eine Sammlung großzügig ausgelegt sein. Daher werden wir uns weiter bemühen, fehlende Modell aus der Amateur-Schmalfilm-Welt zu beschaffen und hier zu präsentieren. So wie wir auch weiterhin den oft anonym gebliebenen Erfindern und Ingenieuren, die sich der Laufbildtechnik widmeten, ein Denkmal zu setzen.


UN     





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Wochenticker Nr. 03

Beitrag Nr.: 10.01.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   10. Januar 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 09:02:18




Amateur-Schmalfilmprojektoren und ihr Konstruktionsprinzip.


Dass die ersten Projektoren für Laufbilder handbetrieben Apparate waren, muss hier nicht betont werden. Denn eine Reihe von Geräten der ersten Stunde versuchten Laufbilder einem Publikum zugänglich zu machen.


Als jedoch der Amateurschmalfilm von den Gebrüder Lumière mit einem 9,5 mm breiten Filmstreifen angeboten wurde, war die Entwicklung der Filmprojektoren schon einen ganzen Schritt weiter, denn man kannte 1928 schon das Malteserkreuzgetriebe und somit eine geeignete Mechanik, perforierte Filmstreifen platzgenau vor einer Filmbühne zu positionieren, das Bild stehend zu durchleuchten und im vorgegebenen Takt von 16 Bilder pro Sekunde (B/s) durch ein folgendes Bild auszutauschen.


Dass ein Kinofilm schon von der ersten Stunde an, ein langer Zelluloidstreifen war, der in einer geeigneten Apparatur - der Filmkamera - belichtet werden sollte, zwang die Industrie, die Filmstreifen auf eine Spule zu wickeln. Folglich musste, nach der Belichtung des Filmmaterials dieses auf eine leere Spule verbracht werden, Spule die sich ebenso in der Dunkelkammer der Kamera befand.


Dieser grundlegende Aufbau einer Filmkamera wurde auch bei den Projektoren übernommen. So sind vom Projektor 2 Spulen aufzunehmen. Eine Spule mit dem aufgewickelten und zu projezierenden Zelluloidstreifen, dem Film, und eine die den vorgeführten bzw. den abgewickelten Filmstreifen wieder aufnimmt.


Die eingesetzte Mechanik eines Projektors erfordert einen Antrieb, nicht nur den der Spulenachse die den projizierten Film aufwickelt. Auch der Film muss taktgenau mittels eines, von der Projektormechanik gesteuerten Greifers, der sich neben der Filmbühne befindet, verschoben werden. Dieser Greifer nutzt die Perforation des Filmstreifens, damit bei abgedunkeltem Licht - verursacht durch die Umlaufblende - der Filmtransport Bild für Bild erfolgt.


Anfänglich wurden Amateurfilmprojektoren mit einem Handkurbelantrieb versehen. Doch schon 1932 kamen die ersten Projektoren für das erst kürzlich eingeführte Normal 8 Filmformat von Kodak auf den Markt und somit die ersten, mit elektromotorischem Antrieb versehenen Projektoren.


Das gleichmäßige projizieren von 16 B/s, der Motor angetrieben Projektoren konnte eingehalten, oder besser gesagt annähernd eingehalten werden, was einen stabilen Bildstand sicherstellte.


Die meisten Hersteller von Projektoren kämpften allerdings mehr mit der konstruktiven Auslegung der Lichtquelle, die noch einiges zu wünschen übrig ließ, als mit der Technik den Film zu transportieren. Die Leuchtmitteltechnik jener Zeit war noch nicht ausgereift für Apparate im Hausgebrauch, da es in erster Linie galt, die starke Hitzeentwicklung der eingesetzten Lampen zu beherrschen. Auch wenn der Sicherheitsfilm, der nun nicht mehr brannte, üblich war.


Das Leuchtmittel, eine Glühlampe mit Wolframfaden stand in einem Lampenhaus hinter eine Kondensorlinse, die das Licht zur Filmbühne hin bündelte. Der Lichtstrom konnte so verstärkt werden. Einfache Projektionsobjektive warfen die Schwarz/Weiß Bilder mit einem leichten Gelbstich auch die Leinwand.


Die erste Neuerung im Projektorapparatebau nach der Einführung des E-Motors war der zusätzliche Filmvorschub mittels eines gezahnten Rades. Dadurch wurde das Filmmaterial nicht mehr so stark belastet, was die Perforation der Streifen schonte.


Als nachteilig erwies sich diese Antriebsanordnung, bei der der Film einmal über dem Lampenhaus nun laufend, der Hitze des Leuchtmittels ausgesetzt war, auch wenn dieses von einem Ventilator ständig gekühlt wurde. Der so erwärmte Filmstreifen neigte dadurch dazu, Staubfussel statisch anzuziehen, die vor der heißen Filmbühne leicht verschroten und den Film verkratzen.


Erst mit der Verlegung des Spulenarmes, für die volle Filmspule, in den vorderen Bereich des Projektors, wie man es von den Projektoren des großen Kinos her kannte, ließ sich der doppelte Antrieb, der nun kurz vor, oberhalb, und hinter der Filmbühne unterhalb, verwirklichen.


Letzteres Konstruktionskonzept setzte sich bei fast alle angebotenen Amateurfilmprojektoren durch. Mehr noch der Platz für das Lampenhaus konnte nun anders gestaltet werden, was mit der Einführung der Niedervolt Kaltlichtspiegellampe (12 V / 100 W) die besten Ergebnisse brachte.


Das die Vario-Objektive auch im Projektorbau einzogen, wurde oft als nebensächlich betracht. Schon deshalb, weil die Abmessungen der Wohnräume in denen die Projektoren standen, sich nicht viel verändert hatten und nur dadurch die Platzierung des Apparates im Vorführraum etwas flexibler wurde.


Gleiches galt für die scheinbare Neuerung, der variablen Projektionsgeschwindigkeit, an den sogenannten Dual-Projektoren. Die nach der Einführung des Super 8 Filmformats mit 18 B/s auch ältere Filme, im Normal 8 Format mit 16 B/s, abspielen ließ. Bei dieser Zweiformat-Ausführung konnte die Filmbühne im Projektor und die gezahnten Antriebsräder, entsprechend den Anforderungen des Filmformats ausgetauscht werden.


Wie die meisten Neuerungen, die sich im Laufe der Zeit als positiv erwiesen, so gab es auch nachteilige Erscheinungen, die sich bei bestimmten Konstruktionskonzepten zeigten. Dann nämlich, wenn die Hersteller auf O-Antriebsriemen zurückgriffen, um die Kraft des E-Motors mit der Mechanik der Umlaufblende und dem Filmtransport zu übertragen. Diese konstruktionsbedingte Ausführung zeigte große Anfälligkeit im Dauerbetrieb und durch Alterung des Riemenmaterials.


Man schreib das Jahr 1974, als Kodak den Tonfilm einführte, weil die Amateure schon lange nach einem lippensynchronisierten Film suchten. Die Projektorhersteller mussten abermals neue Konstruktionen anbieten. Diese hier und heute zu kommentieren, würde den Rahmen des Beitrags sprengen.


Nur eines kann noch gesagt werden: Hobbyfilmer und Gelegenheitsfilmer hatten nie dieselben Verbrauchergewohnheiten. Hobbyfilmer waren unter den Filmern im durchschnittlichen Vergleich zahlenmäßig kaum vertreten, daher setzte sich der Amateurtonfilm mit Magnetstreifen nicht wirklich durch. Doch die Sound-Projektoren waren schon entwickelt und serienreif. Der Markt war eröffnet. Was tun, wenn der Absatz stagniert ? Fragte man sich überall.


UN     





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Wochenticker Nr. 02

Beitrag Nr.: 03.01.2010      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   3. Januar 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 20:02:08




Editorial  


Was könnte das sappam als Museum im Jahr 2020 interessant machen ?


Dieser Frage müssen wir uns, nach 11. Jahren der Präsenz im Internet ernsthaft stellen. Denn als Projekt allein, dass sich der Sammlung von Amateurfilm-Apparaten widmet, ist es nicht getan. Dies mussten wir auch im vergangenen Jahr schmerzlich feststellen, als sichtbar wurde, dass die Besucherzahlen unseres Auftritts, Monat für Monat rückläufig waren.


Es mag auch daran liegen, dass die Web-Seiten nicht für modernen Smartphones ausgelegt sind, da diese noch in einer Programmiertechnik, die vor 10 Jahren üblich war, ausgelegt sind. Die Darstellung der gelisteten Objekte, wird auf kleineren Bildflächen nicht optimal dargestellt.


Außerdem könnte man dem Web-Seiten-Design entsprechend annehmen, es handele sich hier nur um einen Katalog. Also einer systematischen Vorstellung von Apparaten mit Angaben zu deren eigener Technik.


Diesen Eindruck sollte das sappam-Projekt auf keinen Fall hinterlassen, denn der Idee folgend, gilt, hier den Ingenieurleistungen ein Denkmal zu setzen, bevor der klassische Amateurfilm in der Versenkung verschwindet. Denn diesem unausweichlichem Schicksal ist er seit circa 20 Jahren ausgesetzt.


Smartphones und alle mit diesem verbundenen Einrichtungen - gemeint sind die sozialen Netzwerke - machen es den Nutzern von heute so einfach Bilder oder Videos einzufangen bzw. bekannt zu machen, dass jene Form der Bilderfassung auf Zelluloid, als ein Anachronismus angesehen werden muss.


Schließlich werden auch die überzeugtesten Amateurfilmer älter und somit die Gemeinde der Filmer immer kleiner, was den schleichenden Schwund an Besucherzahlen uns erklären könnte.


Im Jahr 2015 planten wir erstmals eine Dauerausstellung, die im Nebenhaus der Villa-Naumann zu Köthen hätte eingerichtet werden können. Doch die baubehördlichen Anforderungen für die vorgesehene Ausstattung der Räume, konnten aus finanziellen Gründen nicht gestemmt werden. Folglich bekam das bereits im Internet gestartete "virtuelle Schmalfilm-Apparate-Museum", verstärkt unsere Aufmerksamkeit.


Alle Anstrengungen, hier nun dem Projekt ein Schwerpunkt zu geben, hat sich nach unserer heutigen Auffassung gelohnt. Denn in diesen letzten 4 Jahren wurde die Sammlung um gut 650 Objekte erweitert und an die 200 Objekte als Spende dem Museum überlassen.


Mehr noch, diese virtuelle Präsentation der Objekte wurde zum Mittelpunkt aller internen Aktivitäten. Einerseits ergänzen und unterstützen heute Bilder und Bilderstrecken die veröffentlichten technischen Datenblätter der meisten Exponate, andererseits hilft ein umfangreiches Archiv inkl. Glossar dem Besucher, Auskünfte offener Fragen zu beantworten, speziell über die Dinge, die den Amateurfilmer schon früher beschäftigten.


Das Museum beherbergt heute an die 1660 Objekte, die mehrheitlich auf den unzähligen Web-Seiten einzusehen sind. Ausgeklügelte Suchfunktionen, die auf den meisten Seiten eingeblendet sind, helfen dem Besucher, sich schnell zurechtzufinden. Eine fast einmalige Lösung für Museumsauftritte im Internet.


Ohne dabei sich der heutigen Möglichkeiten einer Bekanntmachung mittels der sozialen Netzwerke zu bedienen, wird jeder neue Besucher über die bekannten Suchmaschinen auf das sappam stoßen. Und dies noch schneller, wird ein gängiges Stichwort aus der Welt der Amateurfilmer als Sachargument eingegeben.


Ob all die Angebote des sappam, für das Jahr 2020 ausreichen, bleibt abzuwarten. Sicher ist allerdings, dass wir weiterhin mit viel Fantasie die Web-Seite vom sappam garnieren müssten, um so zukünftig die jährlichen Besucherzahlen, die wir schon einmal in den Jahren 2016 bis 2019 hatten, halten zu können.


Daher kann es durchaus möglich sein, dass auch 2020 nochmals eine DIGI-Aktion gestartet wird, die 10 Teilnehmern, eine kostenlose Digitalisierung eines 120 m Amateurfilms, zugesprochen wird. Auch planen wir in 2020, Schritt für Schritt die einzelnen aufrufbaren Seiten des sappam benutzerfreundlich für Smartphones umzugestalten.


Wenn uns aber auch etwas freuen würde, so dürften es Kommentare der Besucher sein, mehr noch, deren Rezensionen Erfahrungen enthalten, Hinweise oder Tipps geben und die sappam-Seiten unter Freunden bekannt machen. Wir werden im Gegenzug das Schmalfilm-Apparate-Museum weiter entwickeln und könnten uns auch ein Pool vorstellen der andere Sammler ohne Internetauftritt dann einbezieht.


Nicht zuletzt soll nochmals erwähnt werden, dass wir ernsthaft beabsichtigen, ein Fokus darauf zu legen, die noch fehlenden Apparate, verstärkt aus dem Ausland herbeizuschaffen, um so die Sammlung sinnvoll zu ergänzen.


Wir bleiben auf alle Fälle am Ball !




Ihr Ulrich Naumann





Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticher Nr. 01

Beitrag Nr.: 01.01.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   27. Dezember 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 12:23:18




Editorial  



Liebe Schmalfilmfreunde und Besucher dieses Auftritts !


So manchem von uns wird das Jahr 2019 schneller vergangen sein als gedacht. Man sagt ja, dass es den älteren Semestern unter uns so erscheint: "Die Zeit fliegt nur so dahin". Ein Gefühl, dass manchmal beruhigt, manchmal aber auch nur nervös macht. Das Gefühl einer Unruhe, kam gelegentlich bei uns im sappam auf, weil ein Ende unsere Sammelleidenschaft bevorstehen könnte.


Wir starteten mit guten Gefühlen das Jahr und Anfang Februar feierten wir unser 10-jähriges Präsenz-Jubiläum im Internet. Wir boten zum Anlass eine DIGI-Aktion an, an der 10 Teilnehmer einen Normal 8/Super 8-Film von uns hätten kostenlos digitalisieren lassen können. Die Reaktionen waren anfänglich ein wenig zäh, doch letztlich konnten wir 8 Teilnehmer verbuchen, die uns Filmspulen mit 120 m Amateurfilm zusandten, welche im "Bild für Bild Scannverfahren" digitalisiert wurden.


Als Museumsbetreiber ohne derzeitige Ausstellungsräume und nur als virtuelles Museum im Internet präsent, fühlten wir uns verpflichtet einen kleinen Beitrag denjenigen gegenüber zu Leisten, die schon früh mit dem Amateurfilm begonnen haben oder den Boom der 1970er-Jahre mit erlebten.


Die diesjährigen Spendeneingänge gingen merklich zurück, was uns wirklich beunruhigte. Doch es kann nur damit zu tun haben, dass die meisten Filmkameras oder Projektoren, die bis heute im privaten Besitz verblieben sind, schon auf unserer Web-Seite gelistet wurden. Wodurch evtl. der Eindruck, für die willigen Spender, entstehen könnte: "Mein Apparat wird nicht mehr gesucht".


Sicherlich ist eines richtig: Mit den circa 1670 Objekten die zum Jahresende auf unserer Seite aufgerufen werden können, wurden die meisten Modelle in Deutschland früher einmal gehandelt und fanden daher ihren Besitzer hier im Land. Nur wenige unserer Exemplare kamen direkt aus dem Ausland, wie Frankreich, Österreich oder der Schweiz.


Diese Erkenntnis lässt uns auch kaum ruhen, denn in Frankreich sowie in den USA wurden doch sehr viele Filmkameraausführungen hergestellt, die es in Deutschland nie zu kaufen gab. Andererseits bot das riesige Land USA noch vor der Einführung des Super 8 Filmformats, der etablierten Filmkamera-Industrie (Bell & Howell, etc.) große Chancen, erfolgreich den Amateurfilm zu propagieren, was entsprechend viele Kameramodelle hervor-brachte.


Es sind dies, die Modelle, die es hierzulande kaum gab bzw. gibt und somit auch für europäische Sammler schwer zu bekommen sind. Als Museum, stehen wir daher vor der Aufgabe diesbezüglich noch einiges zu tun. Denn Apparate aus japanischer Produktion wurden nicht nur in Europa vertrieben, nein, auf der ganzen Welt.


Was in unserem Bestand, im Jahr 2019, an Eingängen zugenommen hat, waren die Projektoren. Hier ist bemerkenswert, der Zugang der beiden Stummfilmprojektoren mit Magnettonbandeinrichtung. Die Agfa Sonector 8 Phon Kombination und der Zeiss Ikon P 8 B mit separaten Moviephon, ein passendes Tonbandgerät. Lösungen, die noch nicht mit einem Tonkoppler arbeiteten.


Für die Tonfilmprojektor-Lösung, seinen es die Stummfilm-Projektoren mit getrenntem Koppler oder jene mit eingebautem Kopplermechanik, bedurfte es zumindest eines Tonbandgerätes, wie es das Grundig TK 27 in der 2 Kanalausführung (Stereo) ist, welches wir noch im Dezember dieses Jahres fanden.


Absolutes Highlitgh in diesem Jahr war allerdings der Eingang einer Bolex P 3 Zoom Reflex, ein Normal 8 Modell, erstmals mit motorangetriebenen Vario-Objektiv von diesem rennomierten Hersteller aus der Schweiz. Als Bild des Monats Juni, fand dieser Apparat in unserem Jahreskalender 2020, eine gelungene Abbildung. Wer das ausgewählte Bild des Jahres noch einmal sehen möchte, kann den sappam-Hingucker vom November, mit der ID 45, in ganzer Größe abrufen.


Nüchtern betrachtet hinterlässt 2019 einen mäßigen Erfolg, was auch sicherlich damit zusammenhängt, dass die Allgemeinheit immer weniger den heimischen PC, für den die sappam-Seiten programmtechnisch ausgelegt wurden, nutzen. Der Einsatz von Notebooks, Tablets und Smartphone mit ihren kleineren Bildschirmen, hat mittlerweile derartig zugenommen, ein Grund dafür, dass wir intensiv nachdenken müssen, wann und wie wir hier, für diese Geräte angepasste sappam-Seiten vorlegen, um nicht übersehen zu werden.


Noch immer nutzen wir auf unserer Web-Seite keine Cookies oder fremden Dienste die Abhängigkeiten schaffen könnten. Auch die verschiedenen Seiten, die es erlauben Rezensionen oder Einträge technischer Daten zu hinterlassen, wurde mit einem Zugangs-Passwort versehen, damit Automaten nicht ständig Missbauch ausüben, die nur unnötige Mitteilungen versenden.


In 2019 kamen 105 Objekte hinzu, was im Durchschnitt für uns, wöchentlich 2 Exponate bedeutete. Ein gutes Ergebnis kann man meinen, zumal auch die Möglichkeiten der Beschaffung fehlender Objekte immer schwieriger wird.


Ausgefallenes Zubehör könnte ein Schwerpunkt in der Sammelaktivität für 2020 werden. Hier ist noch einiges bei den Schneidetischen und Bildbetrachter (Editoren) nachzuholen. Was uns aber besonders am Herzen liegen wird, ist das Einsammeln von Zubehör, welches für die nachträgliche Vertonung der Stummfilme eingesetzt wurde. Dies sind die elektronischen Tonbandgeräte, Musikkassetten-Rekorder und all die dazu erforderlichen Kabel sowie andere Verbindungselemente.


Was die Bilderstrecken betrifft, die wir mittlerweil, mit über 650 an der Zahl auf dieser Web-Seite eingestellt haben, so wurde der Wunsch vorgetragen, auch Aufnahme in Originalgröße ins Netz zu stellen. Dem konnten wir bisher nicht nachkommen, mehr noch, die Datenmenge, die diese Bilder dann abverlangen, möchten wir nicht auf unserem Server führen. Die Möglichkeit, gewünschte Bilder in Originalgröße zu erhalten, besteht sicher, wenn uns auf Anfrage hin eine diesbezügliche Auswahl vorliegt.


Allen Beteiligten, die sich mit Rezensionen und Beiträgen bei uns gemeldet haben, danken wir für ihr Engagement, insbesondere denen, deren Anmerkungen technischer Art, nicht selten uns zu Korrekturen auf den Datenblättern veranlassten.


Den Spendern sichern wir auf diesem Wege nochmals zu, dass ihre uns überlassenen Schätze gut verwahrt bleiben und jederzeit bei uns eingesehen werden können. Gegebenenfalls auch als Dokument in Form eines kurzen Video-Films.


In diesem Sinne wünschen wir allen, die uns besucht haben, ein erfolgreiches Jahr 2020.


Ihr Ulrich Naumann





Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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