| Sitemap | Kontakt |
       Home | Ausstellung | Museums-Archiv | Museums-Café | Das Museum sucht | Programm u. Vorträge | Spenden | Modell-Listen | Wochen Ticker
Veröffentlichungen

hier können Sie Beiträge u. Berichte des

Museums

abrufen !

Archiv: Beiträge u. Berichte über August
Home --> Wochenticker Texte --> August

Dies sind Veröffentlichungen redigiert von unseren Autoren






Wochenticker Nr. 33

Beitrag Nr.: 10.08.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   10. August 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 09:38:17




Erweißt sich der Schmalfilm als Erinnerung hinderlich, verglichen mit einem Fotoalbum ?


Es bedarf kaum eines Kommentars, um diese Frage zu beantworten und doch können die Erkenntnisse der letzten 40 Jahre einiges erklären.


Fotografien, seines es Abzüge auf Papier oder Diapositive waren ein den 1960er und 1979er Jahre sehr beliebte Erinnerungsbausteine für die heutigen Opas,Omas, und deren Kinder heute oft schon selbst mit Kindern gesegnet und Enkel für die Generation die es liebte zu fotografieren.


Mit dem Boom der 1970er Jahre, in denen es der Schmalfilm den jungen Eltern angetan hatte, wurde die klassische Fotografie zwar nicht gänzlich aber doch etwas verdrängt. Die erforderliche Mechanisierung bei der Nacharbeit der Schmalfilme und deren Vorführungen verdrängten ein wenig das klassische Fotoalbum.


Nun, nicht jedem war es gegeben, ein Fotoalbum zu führen und so kamen viele Fotos nach einer Urlaubsreise genauso wie heute in eine Schachtel - ob Schuhkarton oder Plätzchendose egal. Um zunächst vergessen zu werden, mit dem hehren Ziel doch eines Tages in einem Fotoalbum zu landen.


Für die Diavorführungen, Schrecken aller Minderjährigen, wanderten zunächst die gerahmten Bilder in ein Projektormagazin, derer Ausführungen es zwei gab - Karussell und Linear. Zuerst meist ungeordnet und bedingt chronologisch, weil, wie beim Schmalfilm die Zeit der Sortierung und des Auswahltreffens fehlte.


Gemein hin hieß es: In den Wintermonaten oder kurz vor Weihnachten gäbe es genug Zeit um die aufwendige Sortierung vorzunehmen. Schließlich bedurfte es hierbei ja keines Albums mehr.


Wer es in Hinterkopf behielt und sich doch noch in der dunklen Jahreszeit an die schönen Tage erinnern wollte, gab sich der Bilderpflege hin. Alben wurden angelegt, Diamagazine sortiert und Schmalfilme kamen auf den Schneidetisch mit Bildbetrachter. So manche Stunde wurde überlegt, wie denn die Erlebnisse nochmals zu einem anschaulichen Ereignis dem Betrachter erscheinen könnten.


Das Album wurde dekoriert, der Diavortrag ausgearbeitet und die Filmvorführung zu einem Hollywooderlebnis umgestaltet. Stunden vergingen, Fantasie war gefragt und Fingerfertigkeit gehörte zur selbst gestellten Aufgabenlösung. Überall schwang ein wenig Eifer gepaart vom Ehrgeiz mit.


Verglichen mit den tatsächlich belichteten Filmen, erfuhren nur relativ wenige Bilder dieses Schicksal der geordneten Aufbewahrung. Am schlechtesten kamen bei solchen Aktionen die Schmalfilme weg, den verglichen mit der Menge an abgedrehten Filmrollen sind tatsächlich nur sehr wenige Filme nach der Entwicklung weiter bearbeitet worden.


Beim Schmalfilm ist das an dem Absatz von Filmspulen zu ermessen, die beiweiten nicht die Produktionszahlen erreichten, die erforderlich gewesen wären, hätten alle Filme einen Platz hier drauf gefunden. Der Absatz von Fotoalben hinkte auch in den Jahren der Papierfotografie nach, doch sich in den Folgejahren immer wieder Alben gefragt gewesen, vermutlich um die Bestände der klassischen Fotos nun doch noch einmal zu sortieren.


Es könnten die Anlässe von Hochzeiten und Geburtstage sein, die vielleicht auch eine Vervielfältigung vorhandener Bestände hervorruft.


Dias und Filme aus dem privaten Bereich genießen allem Anschein nach, dieses Privileg nicht. Zwar kommt es vor, dass der Wunsch auf Digitalisierung der Bilder kurzfristig im Vordergrund steht, doch wird auch dies bei näherer Überlegung letztlich oft verworfen. Begründung: Wer wird sich das wohl noch ansehen wollen. Die Jugend von heute macht ihre eigenen Bilder und die findet nach ein paar Monate auch keiner mehr auf dem Rechner.


Einzige Hoffnung besteht dann nur noch darin, sich der Zeit und dem Datum der gemachten Aufnahme zu erinnern, um aus der Flut der Schnappschüsse die richtigen Bilder zu finden. Flüchtiges durchwischen ist nun gefragt - es grüßt die alte Methode, die mit dem Schuhkarton.


Tragisch könnte es nur werden wenn Schuhkarton im Eifer eines Umzuges verloren ginge. Oder: Die Festplatte des Rechners hopsginge, der Speicherplatz auf dem Notebook nicht mehr ausreichte und dabei unvorsichtigerweise alle Bilddateien gelöscht wurden bzw. das Smartphone gänzlich verloren ginge, ohne die Bilder je auf ein anderes Medium übertragen zu haben.


Nach so einem Ereignis kommt unweigerlich der Wunsch auf Ordnung auf. Wunsch, der zum einem Vorsatz werden könnte. Jener Vorsatz, der sich stets um die Jahreswende einstellt.


Fotoalben haben hier die größte Chance nochmals ergänzt, oder überhaupt einmal angelegt zu werden. Sie haben den Vorteil, auch den älteren Semestern unter uns vorgelegt zu werden, ohne gleich mit einem erdrückenden Apparat auftreten zu müssen. Außerdem können die Alben herumgereicht werden, und jeder der Betrachter kann seine eigene Erinnerung hervorrufen, ohne dabei in Zeitdruck zu geraten.


Die nachweisbaren 3 bis 5 Sekunden Betrachtungszeit, die durchschnittlich einem Bild zukommt, kann im einem Album nach Bedarf verlängert werden ohne dabei den Genuss an anderen, der noch vorhandenen Bilder dabei zu beeinträchtigen.


Diavorträge sind bei Vorführungen sehr streng für den Betrachter. Oft überlagert ein Standbild, wie beim Dia, durch seine hohe Qualität den Inhalt und die Details. Hier hilft zwar der Vortragende nach, lässt aber dem Zuschauer wenig Spielraum für die eigenen Erinnerungen. Der Schmalfilm entfaltet eine lockere Atmosphäre im Zuschauerraum. Eigene Erinnerungen werden schneller bei Zuschauer wachgerufen, er findet sich im geschehen wieder.


Wenn nicht die sitzungsartigen Vorführungen von Film- und Diavorstellung mit kompliziert wirkenden Apparaten anfallen würden, könnten diese beiden Medien durchaus dem Fotoalbum den Rang ablaufen. Da dem aber nicht so ist, bleibt es dabei: Das Fotoalbum ist ein willkommenes Buch der Erinnerungen für alle in einer Familie. Es wird auch nicht übel genommen, wenn es schnell zu Seite gelegt wird. Es ist einfach schön, eines davon zu haben.




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



Top







Wochenticker Nr. 32

Beitrag Nr.: 03.08.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   03. August 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 10:34:10




Was bleibt übrig von der analogen Amateurvideo-Technik ?


In den 1980er Jahre zeichnete sich langsam ab, dass die Video-Technik für Amateure durchaus Erfolg haben könnte und so betrachtet den Schmalfilm ablösen würde. Es waren die Zeiten, in denen das Fernsehen (TV) noch keine digitale Technik kannte und folglich die Video-Technik jener Zeit noch nicht zwischen digitaler und analoger Technik unterscheiden musste.


Die Film-Amateure hatten gerade ein paar Jahre zuvor am Super 8 Tonfilm gefallen gefunden, was die einschlägige Industrie dazu animierte jede Menge neuer Modelle, der sogenannten Soundfilmkameras auf den Markt zu bringen. Trotz der aufkommenden Angebote tragbarer Bildaufzeichnungsmaschinen mit unabhängiger Kamera zu erschwinglichen Preisen. Auch die ersten Versuchsergebnisse ambitionierter Hobbyfilmern mit diesen elektronischen Video-Rekordern und den dazu passenden Magnetbändern wurden publik.


Eine Investition in das neue analoge Video-System war für den Amateur nicht unbedeutend. Schwere Kameras, die mit einem noch schwereren Aufnahmegerät über ein dickes Kabel verbunden werden mussten, verarbeiteten anfänglich Bilder nur in Schwarz/Weis - (siehe Bauer 1004) und etwas später in Farbe. Es kamen die Maschinen mit dem VHS-System und der 1976 erstmals vorgestellten Kassette auf. Ein 12V Gel-Akku lieferte dem Aufnahmegerät die entsprechende Energie. Von der Kamera aus, konnte der Rekorder an einem Gurt in einer Tasche seitlich am Manne hängend, angesteuert werden.


Obwohl in Japan gefertigt, leierten die asiatischen Elektronik Konzerne auch Apparate mit klangvollen Namen deutscher Firmen. Es waren die Marken die den Wandel in die Hochleistungselektronik an ihren Apparaten nicht mithalten konnten oder nicht geschaffte hatten. Was oft nur blieb, war ein klangvoller Name. Da sei kurz an Blaupunkt oder Grundig gedacht. Blaupunkt blieb zwar noch mit dem deutschen Unternehmen Bosch AG verbunden, doch arbeitete man in Kooperation mit japanischen Firmen. Grundig als größter deutscher Radioapparatsehersteller, lieferte sich einen erbarmungslosen Wettbewerb mit Sony und anderen Großkonzernen aus Japan, mit dem Ergebnis auf der Strecke zu bleiben.


Nachdem die Magnetband-Kassetten-Formate VHS (JVC) und Betacam (Sony) zum jeweiligen Standard von der Industrie eingeführt wurden, konnte die Videotechnik endgültig den Weltmarkt erobern. Betacam beschränkte sich auf professionelle und semiprofessionelle TV-Geräte, die eine höhere Bildqualität erreichten, während VHS sich auf den Markt des privaten Endverbrauchers beschränkte und somit das führende Kassetten-Format im Heimbereich wurde. Lediglich die Bildaufnahme mussten auf die etablierten, sehr unterschiedlich arbeitenden TV-Übertragungssysteme NTSC, PAL und SECAM, angepasst werden.


Die Unterschiede der gängigen TV-Übertragungssysteme hatten ihren Ursprung in den Anfängen des Fernsehens und somit am etablierten Stromnetz. Mit 50 Hz im Stromnetz, arbeitet PAL und SECAM in Europa und anderswo. Mit Stromnetzen die mit 60 Hz arbeiten, z. B. auf dem amerikanischen Kontinent wurde NTSC eingeführt. Die Verbreitung dieser TV-Sendeverfahren, die durch Länderlizenzen bestimmt war, trug nicht selten zur Verwirrung bei, wenn Videokassetten zwar in die Geräte passten, aber eine Wiedergabe nicht möglich war.


Ein weiteres Kalkül der Hersteller war, die Bildwiedergabe im TV-Format erübrigte den Kauf eines zusätzlichen Projektors zur Vorführung der Videoaufzeichnungen. So wurde es zum Schlüssel aller Amateur-Video-Systeme, mit handelsüblichen Fernsehgeräten die Bildwiedergabe der Videoaufnahmen zu erreichen.


Anfänglich übertrug man die auf Magnetband aufgezeichneten Videodaten über den Antennenanschluss eines Fernsehgerätes. Die erforderliche Modulation der Signale erfolgte im TV-Gerät über einen meist freigehaltenen TV-Kanal (36). Etwas später kam die Monitorlösungen auf, bei der die Wiedergabesignale vom Aufnahmegerät über eine am TV-Gerät vorhandene AV-Buchse erfolgt. Dadurch wurde eine spürbar verbesserte Bildqualität erreicht. TV-Geräte, die wiederum mit einem SCART-Anschluss ausgestattet waren, konnten das Composit-Signal der drei Farben verarbeiten, was nochmals eine verbesserte Bildqualität hervor brachte.


Auch die Entwicklungen bei den Kameras machten ab den 1980er Jahren merklich Fortschritte. Von der Röhren-Bildwandlern-Kamera (1/2 Zoll Newvicon) bis hin zur Charge-Coupled Devicer-Kamera (CCD), vergingen nur wenige Jahre. Im Rahmen der drängenden Miniaturisierung der Systeme brachte Sony das Video 8 System, welchem das VHS-C folgte auf den Markt. Erst mit diesen verkleinerten Video-Kassetten wurde es möglich, die sogenannten Camcorder, Apparate bei denen Kamera und Aufnahmegerät sich als Einheit befinden, anzubieten.


Als der Ruf nach nochmaliger Verbesserung der Bildqualität aufkam, wurde die Kassettenformate Hi 8 und S VHS eingeführt. Hiermit konnte erstmals der Videofilmschnitt durch Kopien vom Masterband sinnvoll durchgeführt werden. Jetzt konnte das Masterband erhalten bleiben und x-beliebig viele Kopien für die weitere Bearbeitung gezogen werden. Der Qualitätsverlust dieser Kopieren war kaum merklich.


Camcorder hatten nun ein Gewicht um die 1200-1400 g. Ein Gewicht, dass von jedermann getragen werden konnte. Mit passenden Magnetbänder wurde das Filme von 30 Minuten bis 120 Minuten erreicht und der Ton, der blieb auch nicht auf der Strecke. Mono-Ton-Aufzeichnungen waren die ersten, dann kam der Stereoton hinzu, wir schreiben das Jahr 1988.


Die Video-Geräte verdrängten erbarmungslos den klassischen Amateurfilm, das Sterben der Filmkameraindustrie war im vollen Gange. Der Super 8 Filmverkauf fiel ins Bodenlosen. Video-Kassetten und die dazu passenden Videorekorder für das traute Heim war die gewünschte, weil praktische Alternative.


Der Urlaubsfilm wurde nun auf einem Fernsehgerät vorgeführt, mit viel zu langen Szenen und vielen unbedeutenden Motiven. Das draufhalten Filmen kostete auf einmal nichts mehr, und eine Kassettenlänge reichte für den Urlaub. 60 Minuten Erinnerungen werden schnell langweilig, insbesondere für die, die es noch einmal sehen mussten. Erst recht, wenn die eigenen Erinnerungen noch wach waren.


Der Video-Schnitt, wenn er denn überhaupt noch gemacht wurde, war sehr zeitaufwendig und die machbaren Ergebnisse alles andere als in professioneller Manier. Die Beschaffung der erforderlichen Geräte, wie Titelgenerator oder Schnittsteuerungsgerät, entpuppte sich als sehr kostspielig. Ein zweiter Aufnahmerekorder wurde oft schon deshalb notwendig, weil der etablierte Videorekorder am Fernsehgerät, tief verbaut im Schrank nur mühselig vom Kabelsalat befreit werden konnte. Jede Veränderung im Wohnzimmer, am Fernseher und Videorekorder, ergänzt mit all den anderen Zusatzgeräten, artete aufgrund der Interessenslage aller Beteiligten, schnell zum Familiendrama aus.


Wir schreiben mittlerweile die Jahre 1990-1995, als die ersten PCs im Wohnbereich ihren Platz fanden. Teure TV-Karten machen es möglich Video-Filme auf einem Monitor zu zeigen, deren Qualität nicht gerade verlockend, ja im Grund genommen nochmals verschlechtert wurde. Doch die ersten elektronischen Verarbeitungsprogramme kamen auf. Und alles verlief noch immer analog, obwohl der Video-Digital-Standard (DV) in mehreren Varianten 1994 offiziell eingeführt wurde.


Ab 1998 kamen die ersten Video-Apparate für Amateure bzw. den Heimgebrauch auf die die Aufzeichnungen digital speicherten. Darunter befanden sich eine große Anzahl von Camcordern, welche in der ersten Generation noch Magnetbändern in Kassetten vom Typ MiniDV nutzten. So betrachtet kommt man zu dem Ergebnis, dass es kaum 15 Jahre waren, in denen der analoge Camcorder, als der wichtigsten Widersacher des klassischen Amateurfilms, selbst um Opfer der digitalen Technik wurde.


Leider, und das kann hier gesagt werden, konnte die Qualität der analogen Video-Filme nie mit der des Zelluloidfilms mithalten - abgesehen vom stets bereitgestellten Ton in der Analogtechnik. Das wird heute um so mehr sichtbar, vergleicht man die jeweilige Bildqualität eines digitalisierten Films aus analogen Aufzeichnungen, in das heute üblich gewordene HDTV-Format MP4 und dem entsprechenden Filmmaterial, gescannt im Bild für Bild-Verfahren, ebenfalls abspielbar auf jedem modernen HDTV-Fernsehgerät.


Was bleibt übrig ? 15 Jahre festgehalten Familien-History auf Magnetbänder in wirklich mäßiger Qualität. Der Zelluloidstreifen hingegen, der bietet selbst nach 80 Jahren noch beste Ergebnisse, die abgesehen vom fehlenden Ton, durchaus Seltenheitswert haben dürften. Vielleicht ist es jetzt Zeit einmal diese zu digitalisieren, auch wenn schon wieder die neuste Technik der Bildverarbeitung und Bildwiedergabe unter dem Begriff 4K2K, den Konsument bedrängend und angekündigt ist.




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.




Top







Wochenticker Nr. 31

Beitrag Nr.: 01.08.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   27. Juli 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 08:52:15




Waren die Schmalfilmkameras der Amateure hochkomplexe Apparate ?


Wenn man den Vergleich anstellt, der sich mit optischen Apparaturen und filmtechnischen Gräten anstellen ließe, so muss klar und deutlich festgestellt werden, Amateurfilmkameras, und um die solle es in diesem Beitrag gehen, gehören sicherlich zu den Apparaten, die in einer so aufgestellten Reihe an letzter Stelle stehen, was Komplexität der Technik betrifft.


Das soll nicht heißen, dass alle Schmalfilmkameras nur eine einfache Zusammenstellung von mechanischen Teilen ist, die in jedem besser ausgerüsteten Montagebetrieb zusammengebaut werden konnten. Nein, dem war bei Weitem nicht so !


Dass aber die Amateurfilmkamera, und hier insbesondere die Apparate, die mit dem 8 mm breiten Filmstreifen filmten, Nutznießer der Kenntnisse und Erfahrungen aus der Kinematografie des großen Kinos waren, bleibt unstrittig. Das große Kino seinerseits nutze die Gunst der Stunde, die sich aus den Grundlagen der Optik als unabdingbares Element bei der Filmaufnahme und Projektion von Laufbildern ergab.


Das neben der Mikroskopie und der Astronomie, die große Fortschritte nur durch die Erkenntnisse in der Optik und hier bei der Linsenfertigung möglich machten, trug die dazu erforderliche Präzision der Fertigungstechnik bei der Fertigung der Apparate bei. Dies verdanken wir den Unternehmern und ihren hochbegabten Ingenieuren, der Branche. Nicht zu vergessen die Neugier all denjenigen, die in der Wissenschaft tätig waren und all den Künstlern, die nach neuen Horizonten suchten.


Im Zusammenspiel der einzelnen Disziplinen konnte erreicht werden, dass die Aufzeichnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen stets verbessert wurde. Der Film als Grundlage und Medium Bilder zu archivieren, machte derartige Fortschritte ab dem Jahr 1930, sodass eine Filmaufnahme auf kleinsten Flächen noch sinnvoll erschien. Es machte die Chemie möglich, und alle die mit ihr verbundenen, sehr komplexen Verfahren, einer Filmentwicklung.


Die ersten Laufbilder auf Film entstanden im letzten Halbjahr des 19. Jahrhunderts. Damit wurde nicht nur ein Baustein für die Erfassung und Archivierung wichtiger Ereignisse der Geschichte, die die Menschheit berührt, an die Hand gegeben, nein, auch eine neue Kunstform der Vorführungen konnte sich etablieren. Das Lichtspiel war geboren !


Um den stummen Laufbildern aus den Anfängen des Kinos noch einen, ihrem Wesen nach ergänzenden Faktor hinzuzufügen, bedurfte es der Musik und somit den Ton zu einem Filmstreifen. Hierbei spielte die ebenfalls erfolgreich gewordene Entwicklung der Tonaufzeichnung mittels Elektrotechnik und und später die der Elektronik jener Zeit eine nicht unbedeutende Rolle. Das Zusammenführen dieser beiden Techniken, ermöglichte auf einmal, weltbewegende Ereignisse, um nicht zu sagen historische Momente, von einer Filmkamera und einem Tonaufzeichnungsgerät zu erfassen und als aussagekräftiges Dokument zu hinterlegen.


Die Ansprüche der Schaffenden aus Theater und Literatur wurden durch die immer besser gewordenen Apparate der Kinematografie im gleichen Maße angehoben. Die darstellende Kunst des Kinos überzeuge, was Bühnenbild und musikalischer Auftritt eines Films hervorbrachte. Die Techniken professionellen Filmemacher entwickelten sich weiter und wuchs mit stehtem Erfolg. Mechanik und Optik gewannen andererseits an Qualität. Machbarkeiten im Aufnahmestudio und am Set wurden immer anspruchsvoller.


So kam es, dass die Erkenntnisse des großen Kinos auch dem Amateurfilmer zugutekamen. Die Hersteller von Amateurfilmkameras sich dieser Erkenntnisse bedienten und oft im Kamerabau umsetzten, was sich an der Vielfalt von Modellen zeigte.


So wurden mit einem relativ geringen Einsatz die Innovationen auf dem Weg gebracht die das Kino schon praktizierte. Beispielsweise die perfektionierte und somit automatisierte Filmbelichtung. Nur großen Stückzahlen in der Fertigung, ließ es zu, eine Filmkamera zu erschwinglichen Preisen anzubieten, auch wenn durchaus viel Know-how in jedem Apparat steckte. Und dennoch kann konstatiert werden: In der Scala der hochkomplexen optischen Apparate stellt tatsächlich eine Amateurfilmkamera eines der einfachsten Geräte aus der Optik dar.


Die wichtigsten Merkmale sind dabei: ein kleines, leichtgewichtiges Gehäuse, eine millionenfach erprobte Optik (Zoom-Objektiv), ein einfacher Belichtungsmesser, eine simple Mechanik für die Blende und den gleichlaufenden annähernden Gleichlauf für den Filmtransport. Ein Suchersystem, mal mit Kimme und Korn oder mit Prismen als Reflexsucher.


Mit der Einführung der Filmkassette und der Tontechnik erreichte der Stand der Technik (State of the Art) den Höhepunkt einer Hobbyfilmkamera. Und dennoch hinkten all diese Apparate immer der Technik des großen Kinos hinterher. Das aber war auch schon in den 1980 Jahren auf dem Wege die Digitalisierung sehr fortgeschritten. Die Ergebnisse daraus kennen wir mittlerweile. Das klassische Kino mit dem chemischen Film und seinen vielen technischen hochwertigen Apparaten ist tot. Leider !


Das sappam, ausgerichtet als Museum und sich damit auf Amatreurschmalfilmapparate konzentrierend, zeigt auf diesen Webseiten die umfangreichen Möglichkeiten, die dem Hobbyfilmer geboten wurden, um seine eigenen Familien- und Reisedokumente zu schaffen. Die Anzahl an Modellen, die von der Industrie im Laufe der 60 Jahre, zwischen 1925 und 1985 angeboten wurden, ist erstaunlich hoch, wenn nicht sogar gänzlich unübersichtlich. Und dennoch, es droht nun dem Amateurschmalfilm das Stiefkind der Zeit zu werden. Es wäre aber genau genommen ungerecht !




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



Top


 



 



Es wird darauf hingewiesen, dass die hier verwendeten Markennamen den jeweiligen Firmen als Eigentümer gehören, dies sind im Allgemeinen: Warenzeichen, Marken oder patentrechtlich geschützte Bezeichnungen.



unau-design

Aktionen



Zur Suche geben Sie ein
Stichwort ein !




oder, suchen Sie
einen Apparat des Muesums