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Die Anfänge der Videotechnik für Amateure waren alles andere nur nicht einfach.

Auch wenn wir vom sappam bisher wenig mit der elektronischen Bildverarbeitung, also der analogen Videotechnik zu tun hatten, so kommen wir nicht daran vorbei, Notiz zu nehmen, was dem Amateur in den letzten Jahren an Fortschritt geboten wurde und damit dem klassischen Film das Ende beschert wurde.

Es waren die Fortschritte in der Elektronik, die in Japan schon Mitte der 1960er-Jahre durch die massenhafte Einführung der Transistorradios, die das erste Zeichen setzten: Hier tut sich etwas. Auch wenn es noch so schien, als sei die Radio- und Funktechnik in Europa und somit weltweit am fortschrittlichsten, so sollte es sich doch bald erweisen, dass der Absatz von tragbaren Geräten mit japanischer Transistortechnik, auch noch andere Dinge mit verbauter Elektronik erobern werden.

Die Entwicklungen in der Bildverarbeitung, z. B. die von Ampex, USA wurden sehr schnell konterkariert durch die japanischen Alternativen von Akai und anderen Herstellern. Denn hier wurde erkannt, dass neben einer guten Qualität des Produkts auch die Miniaturisierung ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolgs sein wird.

Dem war auch so betrachtet man den nächsten Schritt, denn die technischen Grundlagen zur Bildverarbeitung lagen vor. Nur fehlten die erforderlichen Bausteine, um die Erkenntnisse zu realisieren.

Ausgehend von der Entdeckung des Transistors und der einfachen Diode entwickelte sich die Leiterplattentechnik rasant, sodass auch die ersten elektronischen Chips mit mehreren Funktionen auf den Markt kamen. Anfang der 1970-Jahre wurde die Menschheit mit den ersten Taschenrechnern aus den USA (Texas Instruments) und Japan (Casio) beglückt, auch wenn so mancher Nutzer den Geräten noch nicht so richtig traute.

Und doch zeichnete sich schon inmitten des Super 8 Schmalfilmbooms ab, dass die elektronische Bildverarbeitung nicht nur für professionelle Film- und TV-Studios geeignet sei. Bildwandler, die ursprünglich noch auf der Basis der Braunschen-Röhre arbeiteten, konnten ab 1974 durch CCD-Bildwandler ersetzt werden, was die Geräte - Video-Filmkameras - um ein Vielfaches kleiner und leichter machte.

Der aufmerksame Filmamateur konnte schon die Erweiterung des Horizonts sehen, doch trösteten sich die meisten damit, dass die Auflösung des Bildes bei Weitem nicht die dem des chemischen Filmstreifens entsprach. Recht hatte er ! Denn es dauerte noch gut 20 Jahre, bis auch diese Hürde genommen wurde.

Dennoch, die ersten elektronischen Amateurgerät - vor 1983 - mit denen die sogenannten Videos auf Magnetband aufgenommen, besser gesagt, aufgezeichnet wurden, boten nur eine Schwarz/Weiß-Bild. Kamera und Aufnahmegerät (Recorder) waren noch getrennte Apparate, die durch ein Kabel verbunden und mit einem schweren Akku-Pack betrieben wurden.

Alles Apparaturen, deren Einsatz selbst verglichen mit den schwersten Amateurfilmkameras, die es auf dem Markt gab, noch weit entfernt von den praktischen Bedingungen eines Hobby-Filmers waren. Und daher auch noch immer nicht, als die Zukunft wahrgenommen werden konnten. Nur die Aufnahmedauer, die die Nutzung der Magnetbänder versprach, erzeugte bei so manchem Filmamateur eine Unsicherheit über das, was die nächsten Jahre noch bringen könnten.

Ab 1983, dem Jahr in dem Sony (Japan) den ersten Camcorder (Kamera und Aufnahmegerät in einem Apparat) mit dem Betamax-Magnetband auf den Markt brachte, entwickelte sich ein lebhafter Wettbewerb unter den Herstellern der sogenannten Consumer-Electronic, die bis dahin sich vorwiegend auf Apparate der Musik ausgerichtet hatte.

Schon 1985 löste das Video 8-Format Betamax ab. Das VHS-C-Format von JVC - die kleine Variante des mittlerweile weit verbreiteten VHS-Format in Videorecordern - wurde vom Verbraucher, nun im Camcordern eingestzt, schnell angenommen, weil mit einem geeigneten Adapter die kleineren Magnetbänder auch im heimischen Video-Recorder abspielbar wurden. Der Video-Recorder der auch TV-Sendungen aufzunehmen vermochte, war mittlerweile in den meisten Haushalten vorhanden, folglich konnten auch VHS-C-Kassetten vom Camcorder abgespielt beziehungsweise mit TV-Szenen die selbst erstellten Videos ergänzt werden.

Hier nun befinden wir uns am Ende des Schmalfilm-Booms, denn die noch nicht als analoge Videotechnik bezeichnete Aufnahmetechnik arbeitete noch mit der linearen Signalübertragungsmethode, erreicht durch rotierende Magnetköpfe. Neben den farbigen Bildern auch noch mit stereofonen Ton, alles auf einem Magnetband von bis zu 60 Minuten Aufnahme- bzw. Abspielt-Zeit und zudem für kleines Geld.

Dass ein Museum hier nur den Übergang und evtl. auch zukünftig der elektronischen Bildaufzeichnung ein Kapitel widmet, kann nicht verwundern, denn entscheidende Praktiken aus der klassischen Filmanwendung und Erkenntnisse im Apparatebau fanden ebenso in der Videotechnik ihre Anwendung. Angefangen bei der Einhaltung der Bedingungen zur Beleuchtung eine Filmszene bis hin zum Objektiveinsatz und anderen Einstellungsmöglichkeiten.

UN     





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